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Arseniks.
Geschichte der einzelnen schweren Metalle.
aus H. M. Novelle, Charlard und Bayen, niedergesetzt wurde, denArsengehalt des Zinns zu prüfen. Ihre Resultate wurden 1781 publicirt; auchsie gaben zwar an, Arsenik gefunden zu haben, aber höchstens Einen Gran inder Unze Zinn. Die Besorgnisse, welche Marggraf erregt hatte, wurdenhierdurch beseitigt. — Die in letzterer Zeit wieder zur Sprache gekommeneFrage über einen Arsengehalt der meteorischen Massen wurde schon 1816durch Monheim angeregt, welcher in der (angeblich meteorischen) Eisen-masse von Aachen Arsenik fand, was durch Stromeyer bestätigt wurde.
Die Eigenschaft des Arseniks, Kupfer weiß zu färben, wurde längereZeit als das wichtigste Kennzeichen des ersteren Stoffes betrachtet. Ste-phanosAlexandrinos, der im Anfange des 7. Jahrhunderts zu Ale-xandrien lehrte und neyr evve« (neun Abhand-
lungen über die Goldbereitung) schrieb, ist der erste, welcher jener Eigenschaftdes Arseniks deutlich erwähnt. Geber im folgenden Jahrhundert kennt siegleichfalls; in seiner 8umms perkectionis rns^isterii sagt er, es gebe einzweifaches Mittel, Kupfer weiß zu machen (meclicins Venerem äesldsns),Quecksilber und Arsenik; sublimirter Arsenik mit Kupfer erhitzt färbe diesesweiß, aber die Sache gelinge nur demjenigen gut, der mit den Handgriffender Sublimation (Arsenik metallisch darzustellen?) wohl erfahren sei. Auchkönne man den Arsenik zuerst mit Silber verbinden und dann die Mischungaus Kupfer anwenden; das gebe eine ganz eigenthümliche Färbung (äeslbatenim peculiose). Diese Eigenthümlichkeit scheint man aber sehr verkanntzu haben, denn man hielt das weiße silberhaltige Kupfer geradezu für Sil-ber; so meint Thomas von Aquino (im 13. Jahrhundert) in seinerSchrift cke esse et essentis minerslium , man erhalte Silber, wennman den weißen Sublimat von verbranntem Schwefelarsenik (»uripig-mentum in album snlilimrtum) mit Kupfer verbinde und der Mischungnoch das halbe Gewicht an reinem Silber zusetze. Doch wußte schon Al-bertus Magnus, daß diese alchemistische Verwandlung des Kupfers inSilber nur scheinbar ist, und daß in starker Hitze sich der Arsenik vomKupfer trennt; srsenicum aeri conjunctum penetrst in ipsum, et coll-vertit in csnclorem; si tsmen 6iu stet in i^ne, ses exspiradit srseni-cum, et tunc redit pristinus color cupri, sicut <1e lscili prodstur inslc6) micis, ist sein Urtheil in der Schrift 3e rebus metsllicis.
Andere Reagentien auf Arsenik wurden erst spat gesucht, nachdem mansich lange mit den trügerischsten Jndicien begnügt hatte. Es zeigt dies die