Band 
Vierter Theil.
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Arsenik.

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oben angeführte Untersuchung Marggras's über den Arsengehalt des »--»nach,»Zinns, und noch in den chemischen Werken um 1780 ist als Kennzeicheneiner stattgehabten Arsenikvergiftung allein das angegeben, man finde als-dann in dem Magen und den Gedärmen des Verstorbenen entzündete Stel-len, und gewöhnlich auch noch Arsenik in Substanz, der sich dann, aufglühende Kohlen geworfen, an dem entstehenden Knoblauchgeruche leicht er-kennen lasse. Unter denjenigen, welche sich zuerst bestrebten, den Arsenikmit größerer Sicherheit nachzuweisen, ist vorzüglich Hahnemann zu nen-nen, welcher in seiner Schrift »über die Arsenikvergiftung«, 1786, empfahl,den Arsenik, wo solcher zu vermuthen sei, in Auflösung zu bringen, und ihnhierin mittelst Kalkwasser, Schwefelwasserstoff und Kupfersalmiak nachzuwei-sen. — Die längere Zeit hauptsächlich angewandte Methode, den Arsenikaus Theilen des menschlichen Körpers durch Kochen derselben mit verdünn-tem Kali in Auflösung zu bringen, gab zuerst V. Rose der Jüngere1806 an.

Nachdem man den regulinischen Arsenik als ein eigenthümliches Metall Achmgs, Sai,,.anerkannt hatte, betrachteten ausgezeichnete Chemiker unter den letzten An-hängern der phlogistischen Theorie den weißen Arsenik als einen chemischunzerlegbaren Körper, das Arsenikmetall als die Verbindung desselben mitPhlogiston. Daß sich der weiße Arsenik mit wässerigen Alkalien verbinde,zeigte Macquer 1746 und 1748; er nannte die so entstehenden Verbin-dungen loies ä'srsenic, Acseniklebecn, was an die früheren Ansichten erin-nert, wo man den weißen Arsenik als etwas dem Schwefel Aehnliches be-trachtete. Ueber die richtigere Benennung dieser Verbindungen vergl. unten.

Später entdeckte man, der weiße Arsenik sei nicht vom Phlogiston «-feE.,»-,gänzlich befreit- sondern er könne noch mehr dephlogistisirt (oxydirt) werden.

— Die Bekanntschaft mit arseniksauren Verbindungen läßt sich weit vordie Zeit zurückverfolgen, wo man die Arseniksäure selbst darstellen lernte.

Schon Paracelsus erhitzte den weißen Arsenik mit Salpeter, und wandtedas entstehende Präparat arzneilich an; er nannte es arsenicum üxnm.

Libavius lehrte in seiner dnt^rum srsenici dadurch zu be-

reiten, daß man weißen Arsenik mit seinem doppelten Gewicht Salpeter ge-mischt nach und nach in ein glühendes Gefäß eintrage; die Masse soll darinso stark erhitzt werden, rit instsr dut^i-i in ladete resilleat; refriAerstum»Idescet. Auch van Helmont wußte, daß weißer Arsenik mit Salpeter