Band 
Vierter Theil.
Seite
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Arsenik.

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Außer dem, was schon oben über die früheste Kenntniß des Schwefel-arseniks mitgetheilt wurde, berichten noch Dioskorides und andere Schrift-steller der Alten, das Schwefelarsenik mache die Haare ausfallen. Die Mi-schung von Auripigment und Kalk, welche in dem Orient zu diesem Zwecklanger in Anwendung zu sein scheint (das Rusma der Türken), lehrte unterden Abendländern zuerst Hieronpmus Rosello (unter dem angenomme-nen Namen Alexius Pedeanontanus) in seinem Werke cle secreiis(1557) bereiten. — Daß das Schwefelarsenik neben Schwefel weißen Ar-senik enthalte, glaubte man bis gegen das Ende des vorigen Jahrhunderts;wie Becher in seiner I?I>vsic» sobterranea 1669 gemeint hatte: ^uri-pi^mentn», srsenioum (gemeines Weißes) est, »i«i guocl acceüat terra8,>!>ch„i-i8 coxmiunis, so wurde derselbe Körper noch bei der Aufstellung derantiphlogistischen Nomenclatur 1787 als ü'srsenic sullare saune

bezeichnet. Daß in dem reinen Realgar und Auripigment kein Sauerstoffenthalten ist, zeigte erst Proust 1801.

Das Ehlorarsenik entdeckte Glauber. Seine Kurni novi pliilo-soplüc, (1648) enthalten die Borschrift: »ex ^rsenico et ^nripiginentnein Lnt^runi oder dickes Oehl zu distilliren. — Gleicherweiß wie von dem^„limonio gelehret, also auch von ^rsenico oder ^oripiAmonto kann mitSaltz und Vitriol ein dick Oehl distilliret werden.« ^Bei Libavi us bedeutete,wie eben angegeben wurde, kntprnm ^rsenici arseniksaures Kali.) Balddarauf findet sich das Chlorarsenik auch in N. Lemery's Lanrs 6e oli v->i>ie (1675) erwähnt; es wird hier angegeben, bei der Destillation gleicherTheile Arsenik und Aetzsublimat erhalte man eine ätzende Flüssigkeit, welcheals lniilo corrosive ,1'arsenic oder boiiro O'arxenio bezeichnet wird. Pottmachte in seiner Dixsert.itio «le suripigmento (1720) darauf aufmerksam,daß bei Anwendung von weißem Arsenik der Proceß nicht gelinge, wasBergman in seiner Abhandlung vom Arsenik (1777) bestätigte. DieDarstellung aus arseniger Saure, Kochsalz und Vitciolöl ist schon in Leon-hardi's Anmerkungen zu Macquer's chemischem Wörterbuche (1788)angegeben.

Das Arsenikwasserstoffgas entdeckte Scheele 1775 bei seiner Unter-suchung der Arseniksaure. Ließ er diese auf Zink einwirken, so erhielt erein Gas, welches beim Verbrennen Arsenik absetzte; er erklärte es für ent-zündliche Luft (Wasserstoff), welche Arsenik aufgelöst halte. Proust zeigte1799, daß es auch entsteht, wenn Zink und verdünnte Schwefelsäure sich

Arseriits mitSchrvefrl.

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