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«schichte der einzelnen schweren Metalle.
nicht ermangelte. So war schon früh eine Unzahl von antimonhaltigenArzneien in Gebrauch; nichts fruchteten dagegen die Verbote, welche diePartei der Galenisten von den Gerichten zu erlangen wußte oder selbst aus-gehen ließ (wie denn 1566 das Parlament zu Paris allen dortigen Aerztendie Anwendung des Antimons und der daraus zu bereitenden Arzneien beider Strafe des Verlustes ihres Rechts, Heilkunde auszuüben, untersagte,und 1603 die medicinische Facultat zu Paris dasselbe that, welches Verboterst 1666 wieder zurückgenommen wurde), und bis gegen das Ende desvorigen Jahrhunderts dauerte eine wahre Manie fort, Spießglanzmittelzu erfinden und zu empfehlen. Von diesen mögen hier nur diejenigen er-wähnt werden, welche chemisch wichtige Verbindungen des Antimons sind,oder deren Bereitung mit der Erkenntniß solcher Verbindungen in Zusam-menhang stand.
Schw>f-laniim°n. Das natürlich vorkommende Schwefelantimon war dem Dioskoridesund dem Plinius unter den Namen ürrztzer und Lliiuu», bekannt; bei bei-den wird wenig mehr darüber angegeben, als wie es in der Heilkunst äußer-lich angewandt wurde. Von der in dem Orient herrschenden Sitte derFrauen, die Augenbraunen mit Schwefelantimon zu färben oder den Bogender Augenbraunen zu vergrößern, hieß dasselbe nach Dioskorides auch(die Augen erweiternd), (Weibern zukom-
mend) u. a. Auf diese Anwendung des Schweselantimons ist schon in demalten Testamente hingewiesen; bei Ezechiel z. B., wo die «optua^inta über-setzt haben: rovx ogoÄn-.ztovs 6ov (schminktest du deine Augen
mit Spießglanz), und in dem 2. Buch der Könige, wo dieselbe Uebersetzunghat: Lürtztzrsüttro (sie schminkte ihre Augen
mit Spießglanz), es rückt hiernach die erste Bekanntschaft mit dem Schwe-felantimon in noch frühere Zeit zurück, vor die des Dioskorides. —Den arabischen Chemikern des 8. bis 11. Jahrhunderts ist gleichfalls dieseSubstanz bekannt; in den lateinischen Uebersetzungen Geber's wird sieals sntiinooiuin, bei anderen Arabern soll sie als Alkohol bezeichnet sein(die erwähnte Stelle aus Ezechiel heißt in der spanischen Uebersetzung: alco-iiolsste t»s ojo«). Basilius Valentinus im 15. Jahrhundert kenntden Schwefelgehalt derselben (vergl. unten bei Antimonoxyd), und bald wirdanerkannt, sie bestehe aus Schwefel und einem eigenthümlichen Metall.Libavius meint um 1600 in seiner Abhandlung <Ie uatura metallorum