Band 
Vierter Theil.
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101
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Antimon.

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"och ziemlich unbestimmt und alchemistischen Ansichten folgend: Antimo-uium est coopus <Iiil-u»i teooestre, tra^ile, coust.-ms ex sulpbure et zr-«enico tnrlüäo, et I,^<lrar^^ro moAis terrea. Iri'plex est; inArun, 'zuoäocliiilient a<1 repue^anOuni nnmim, et in guo plus est eubeae tincturse(Schwefel); slbum vel plunibeum guocl est regpilus ex illo e<l»ctus; etIntenin xel siibci-oceum, guo ntnutnr ing^is :><I ineiiielnsm. RichtigereAnsichten über den Schwefelgehalt des Antimons hatte Glaub er (vergl.Theil II, Seite 302); N. L emery sagt in seinem Lom-s <>e elivmie (1675).-1^'ontiinoine est nn iniuernl coiupose 3'un soulkoe semblsble au coininnn,et ,1'nne snbstance ioi-t oppi-oclignte 3n nietal. Ausführlich zeigte Kun-kel in seinem Imlini-atornnn cb^ micum, der Schwefel des rohen Anti-mons sei ein ganz gemeiner Schwefel, und er lehrte ihn durch Behandlungdes Minerals mit Schwefelsaure abscheiden; und auch Boerhave zähltein seinen Liemeiitis clremise (1732) das rohe Antimon unter die semi-metslla suljüiuooa (Schwefelmetalle).

Die aus Libavius angeführte Stelle zeigt, daß man damals in demrohen Antimon auch einen mercurialischen Bestandtheil annahm; dieser An-sicht huldigten sogar noch hundert Jahre spater Becher, Kunkel undBoyle (vergl. über den mercürialischen Bestandtheil der Metalle im drittenTheile S. 100 f.). Schwieriger ist es, anzugeben, wann die altere alche-mistische Annahme von arsenikalischen Bestandtheilen des rohen Antimonsin die richtige Wahrnehmung überging, daß dies Mineral meist arsenikhaltigist. Von einem Arsengehalt redet in der oben mitgetheilten Stelle schonLibavius, und Angelus Sala sagt in seiner ^notomia antiinonü(1617), bei dem Gebrauch von Arzneimitteln, die aus Spießglanz bereitetseien, müsse man hauptsächlich wegen des Arsenikgehaltes des letzteren sehrvorsichtig sein.

Wo bis zur Einführung der antiphlogistischen Nomenclatur (1787)Stibium oder Antimonium ohne weiteren Beisatz gebraucht wird, ist stets dieSchwefelverbindung zu verstehen. Die Benennung Spießglas (neuer istSpießglanz) findet sich im 15. Jahrhundert beiBasilius Valentinus,und geht auf die stengliche Form der am häufigsten natürlich vorkommendenAntimonverbindungen. Von jener Zeit an kommt auch die BezeichnungAntimonium vor. Man findet mitunter angegeben, dieser Name sei davonabgeleitet, daßBasilius seine Spießglanzpräparate zuerst an seinen Kloster-brüdcrn probirt habe, für welche die Wirkung so ungünstig gewesen sei, daß