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Geschichte der einzelnen schweren Metalle.
er den Spießglanz selbst autimoino (man sieht, daß die Erklärung von einemFranzosen versucht wurde) genannt habe. Basilius selbst sagt aber in sei-nem Triumphwagen des Antimon»: »Damit ich, wie nicht unbillig, auchvon dem Namen der Materia etwas sage, so soll man das oder dieses wis-sen, daß diese Materia von den Arabern ist in ihrer Sprache lange Zeit undvon Alters her genannt worden Asinat; die Chaldäer Habens Stilln,,» in-titulirt. In der lateinischen Sprache hat man es bis auf den jetzigen schwe-benden Tag l^ntimonium geheifsen. Die sich aber der unsern deutschenMuttersprach allein einfältig beflissen, haben dieselbe Materia für ein Spieß-glas ausgerufen zu nennen, aus denen Ursachen, weil solche Materia spießigund ein Glas daraus zu machen ist.« Wenn man auch dem Basiliushier nicht Alles glauben darf, so erscheint doch das als gewiß, daß er denNamen antimonnm, nicht aus jener Ursache zuerst gegeben hat. Außerden oben dafür angegebenen anderen Namen finden sich bei den Alchemistennoch eine Menge bildlicher Bezeichnungen. Von der Anwendung diesesKörpers zur Reinigung des Goldes (vergl. Theil II, Seite 41 s.) hieß er na-mentlich auch jnclex »Itinms, llalneum rogis, llipns metsiloram oder lupusrgpsx (vergl. Thl. II, Seite 222) u. a.
Das amorphe Schwefelantimon erhielt bereits Basilius Valen-tinus auf eine spater unbeachtet gebliebene Weise; er sagt nämlich in sei-nem Triumphwagen des Antimon«, man könne den rohen Spießglanz zueinem rothen Körper sublimiren, wenn man ihn mit armenischem Salze mi-sche (es bilden sich dann Chlorantimon und Schwefelammonium, die nurin Dampfgestalt zusammen epistiren können, und beim Erkalten wieder ro-thes Schweselantimon und Salmiak geben). Bekannter wurde das rotheSchweseiantimon, als es unter dem Namen Mineralkermes in den Arznei-schatz aufgenommen war. Schon Glauber spricht in mehreren seiner Weckeundeutlich von der Auflösung und dem Wiederabscheiden des rohen Spieß-glanzes in Kali, und ebenso N. Lemery, aber ihre Processe wurden unterder Menge von anderen Bearbeitungen des Antimons übersehen. 1714wurde die Aufmerksamkeit aus das rothe Schwefelantimon gerichtet, als einCarthäusermönch zu Paris, der von den Aerzten bereits aufgegeben war, durcheinen seiner Klosterbrüder, Simon, mittelst einer Arznei gerettet wurde,deren Bereitung der letztere von einem Chemiker de la Ligerie, dieser voneinem französischen Ofsicier Chastenay, und dieser selbst von einem deut-