Antimon.
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glaß, und auch so viel rohen Weinstein und halb so viel Salpeter; diese Amim-m»»-,»Stück zusammen klein gerieben und in einem Windofen wohl fließen lassen,und nach diesem ausgegasten in ein Gießbuckel und erkalten lassen, so findetwan einen i-egulmn«; durch Umschmelzen mit denselben Zusätzen soll er ge-reinigt werden. Stets spricht aber Basilius von diesem Metall als einerschon langer bekannten Sache, und dafür zeugen auch die Anwendungen,die man nach ihm damals bereits davon machte; in der letztgenannten Schriftsagt er, das Spießglanz werde noch zu anderen Sachen gebraucht, als zuden Schriften, die man in den Druckereien gebrauche; unter gewissen Con-stellationen der Planeten mache man damit Legirungen, aus welchen manSiegel und Charaktere (Amulele) gieße, die besondere Wirkung haben sollen;man gieße auch Spiegel, Schellen und Glocken daraus.
Basilius hielt das regulinische Antimon für eine Abart des Bleies,wie denn überhaupt früher jedes Halbmetall als eine Abart eines wirklichenMetalls betrachtet wurde (vergl. Theil Nl, Seite 95); in diesem Sinne nennter das Spießglanzmetall auch das Blei des ^ntiinonü. Ausdrücklich machteer darauf aufmerksam, der mit einem Stern versehene Regulus sei mit ei-nem, welcher solchen Stern nicht habe, doch vollkommen einerlei. — SeineMethoden, dies Metall darzustellen, wurden von allen folgenden Chemikernangewandt. Die meisten erkannten dasselbe als einen eigenthümlichen Stoffan, nur im 16. Jahrhundert kommen noch manchmal Verwechselungen mitdem Wismuth vor, wie denn Libavius u. a. in seiner Aleiiymia (1595)davon meint: 8tidinm gdjectis kerri Ismellis kuuditiir in regnluin plnin-I)eni», gnem aligni vorant marcasitsm, ei. vlcietor psrnm dikierre apluindn cinereo dnro, gnod ldsmntlium noininsnt.
Bekannt ist, daß man früher das metallische Antimon arzneilich an-wandte; man machte Becher davon, in welchen man über Nacht Weinstehen ließ, den man dann trank. Der Gebrauch dieser Brechkelche kamjedoch schon zu Boyle's Zeit in Abnahme. Etwas länger erhielten sichdie metallischen Antimonpillen, die man »ewige« nannte, und über derenunsauberen Gebrauch noch N. Lemery in seinem Emirs de (1675)
sagt: l.orsgo'on svsle la pllole perpetnelle, olle est entrsisnee psr s.ipessntenr, ot eile pnrge par 6ss; on la lave, et on Is redonne commedevaoi, et aiiisi perpeiuell«„,e»i . Die gebrauchte Bezeichnung gründete sichhauptsächlich auf den Glauben, solche Pillen wirkten nur durch den Contact,und verlören nichts an Gewicht; dasselbe glaubte man von dem metallischen