106 Geschichte der einzelnen schweren Metalle.
Antimon oder dem Antimonglas, mit welchem man Wein in Berührungließ und zur Arznei machte. Johann Franz Vigani, ein Arzt ausVerona, der aber hauptsächlich in England lebte, in seiner 5IeckuIIs 6I,e-uiiae (1658) und N. Lemery a. a. O. bestritten zuerst diesen Irrthum.
Basilius Valentinus hatte bereits, wie aus der oben mitgetheil-ten Stelle ersichtlich, darauf hingewiesen, das sternförmige Gefüge auf derOberfläche des regulinischen Antimons zeige sich vorzüglich an dem mit Zu-satz von Eisen bereiteten, und viele Chemiker wiederholten dies auch, wiedenn namentlich Becher in dem II. Supplement (1675) zu seiner kli/sica«udterrsnes sagt: 8c!enclu>u est, tre« reglos (sntimonii) clsrl; cpiorumunus per csrbone«, alter per «slis, tertius c»n, Nsrte (Eisen) k,t. t)uiultimus solus e«t stellatu«, nsm utcun^ue autimoniun, trsctetur, nuu-lpism cjus reAulus vera «teils siAnstritur, ni«l VI,, rs sccellst. Viele an-dere Alchemisten glaubten, die glückliche Bereitung des reßpili sutiniouü«teilst, hänge nicht allein von einem Eisengehalt, sondern auch von der gün-stigen Constellation der Gestirne ab. Diese Ansicht herrschte noch zuBoyle'sZeit, wie besten tentsuiius ^uaellsm 6e inkulo experiineutorun, «uccesru(1661) ersehen lassen, in welchen übrigens bereits angegeben ist, auch ohneZusatz von Eisen lasse sich ein Spießglanzkönig mit einem Stern darstellen.Noch N. Lemery eifert in seinem Cours cle cli^mie (1675) gegen jenenAberglauben: C'etoile cpü psroist sur le reAule ck'sntiuloine msrtisl, Äclonne mstiere ,le rsisouuer s desucoup cle cll^mistes; et conime Ispluspsrt 6e ces dlessieurs «out kort entester <les InUuences plsuetsires etcl'uue pretenclue corresponcszuce entrs cllscuue cle ces plsuettes et leinetsl cpü porte son nom, ils n'ont pss insnljue «le clirs ,pie cetteetoile proceclslt ,Ie I'impression c^ue le« petits corps ^ui sortsient cle I»plsuette <le VIsrs, »voient kalt sur I'sutimoine s csuse ci'uu reste <le kerkpu estoit ine'Ie; et pour cette rsison, ils out recominsnüe cle Isirece re^ule le uisrcl^ entrs sept et liult lieures clu inslin, ou eutre cieuxet trois Iieures spres will,, pourveu gue le teuips soit clsir et serein;cro^snt ^ue ce jour <jui tlent son nom <le I» plsuette, soit celu)c sucjueleile verse le plus cl'inllueuces.
Es ist möglich, aber wenig wahrscheinlich, daß schon die Alten den Unter-schied zwischen dem Grauspießglanzerz (spec. Gew. 4,6) und dem Weißspieß-glanzerz (spec. Gew. 5,6) beachtet haben. Das erstere könnte das männliche,