Band 
Vierter Theil.
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Geschichte der einzelnen schweren Metalle.

Hauptwerk über das Antimon diese Operation, mit speciellen Angaben, wieman anfangs sehr mäßiges Feuer geben und fleißig umrühren müsse.

Das zweifach antimonsaure Kali bereitete zuerst Basilius Valen-tinus; er schreibt vor, rohes Antimon mehrmals mit Salpeter verpuffenzu lassen und mit Wasser und Weingeist auszuwaschen. Das Präparatwurde als antlmonium clisplioreticum alllui.iim oder calx giitimonil elotaschon von allen Anhängern des iatrochemischen Systems häufig angewandt.(Das nicht ausgewaschene Präparat, antimonium ckiaplloreticnm non at>-Intxm, wurde gegen das Ende des 17. Jahrhunderts besonders berühmt,wo es ein Arzt zu Saint-Cyr, Rotrou, als auflösendes Mittel empfahl,nach welchem es auch lonckant <Ie llotrou hieß.) Die ursprüngliche Dar-stellungsmethode wurde schon früh abgeändert; so ist, was in Libavius'^lcli^mia (1595) anlimonium (lioplioreti'cuin heißt, Antimonsäurehydrat,da nach der hier gegebenen Vorschrift der Rückstand von der Verpuffungdes Spießglanzes mit Salpeter durch Vitciolgeist und Essigsäure behandeltwerden soll. Das Antimonsäurehydrat auf diese Art aus antimonsauremKali durch Säuren darzustellen, lehrte auch der Amsterdamer Arzt TheodorKerbring, welcher 1665 einen Eommentar zu des Basilius Triumph-wagen des Antimonii publicirte, und nach welchem jenes Heilmittel auchmateria perlsia XerlcrinAii hieß. Antlmonium cklapiioretlcum nannteEr oll in seiner Lsslllca ci>,mics (1608) auch das Präparat, welches sonstals mineralischer Bezoar bezeichnet und durch wiederholtes Abdampfen vonSalpetersäure über Antimonbutter erhalten wurde; Glaub er zog in seinerkllarmscopoea spsg/rlcs (1656) vor, die letztere Benennung (beroarcll-cum Minerale) dem Heilmittel zu geben, welches er durch Kali aus einerMischung der Antimonbutter mit Salpetersäure niederschlug.

Ueber die Anzahl der Oxydationsstufen des Antimons herrschte langegroße Unsicherheit. Thenard unterschied 1800 sechs verschiedene Oxydedesselben, Proust 1804 nur zwei (das Antimonoxyd unb eine sauerstoff-reichere Verbindung). Berzelius bestimmte 1812 die Antimonoxyde, wiesie noch jetzt angenommen sind, und gab den höheren Oxydationsstufen dieNamen antimonige und Antimonsaure.

Das Dreifach-Ehlorantimon lehrte Basilius Valentinus auf ver-schiedene Art bereiten; in dem Triumphwagen des Antimonii giebt er dieVorschrift: »Nimm gerodetes Quecksilber, so- schön glänzend und rein