Band 
Vierter Theil.
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Geschichte der einzelnen schweren Metalle.

r,»ur. dieser Frage schickte er von dem neuen Metall an Bergman, der aber nurfeststellte, daß es bestimmt kein Antimon sei. Spater trug Müller selbstdazu bei, daß Klaproth die Untersuchung der Tellurerze vornehmen konnte;dieser bestätigte 1798, daß in ihnen ein neues Metall enthalten sei, undgab ihm den Namen Tellur (tellus, Erde); und als 1802 ein Ungenanntervermuthete, das Tellur möge doch mit Antimon identisch sein, zeigte Klap-roth nochmals ihre Verschiedenheit. Er studirte nur das eine Oxyd desTellurs, welches jetzt als tellurige Saure bezeichnet wird; die Tellursäureentdeckte 1832 Berzelius, der überhaupt das Tellur am vollständigstenuntersucht hat. — Den Tellurwasserstoff entdeckte H. Davy 1810.

Es ist behauptet worden, daß das Wismuth bereits im 13. Jahr-

Erkenntniß desselben ,

als eines bindern hundert bekannt gewesen sei; man scheint hierzu dadurch geführt wor-den zu sein, daß das Wismuth, wo seiner Erwähnung geschieht (wie nochbis auf die neuere Zeit), als Marcasit bezeichnet wird, und daß dieses Wortsich bei Arnold von Villanova, Roger Baco und anderen gleich-zeitigen Schriftstellern findet. Es ist jedoch zu bemerken, daß das WortNsrcssito zu jener Zeit und noch viel später *) eine äußerst unbestimmteBedeutung hatte, daß es schon bei Albertus Magnus im 13. Jahr-hundert für jedes erzführende glänzende Mineral (Kiese, Glänze und Blenden)überhaupt, namentlich den Eisenkies und diesem ähnliche Fossilien gebrauchtwurde (noch zu Wallerius' Zeit herrschte eine solche Confusion in der An-wendung dieses Wortes, daß er vorschlug, wenigstens nur die regelmäßigkrystallisirten Kiese so zu benennen). Des Wismuths als eines metallischenKörpers gedenkt zuerst Basilius Valentinus im 15. Jahrhundert; ersagt in seinem letzten Testament: »Das antimonium gehöret zwischen Zinnund Blei, wie das Wismuth oder Magnesia unter und zwischen das Zinnund Eisen»; an einer andern Stelle derselben Schrift meint er: »es giebteinen reinen Wismuth, der ist grob und hat ein coagulirt Wasser pli-mln

*) Auf die Unbestimmtheit der Bedeutung dieses Wortes machte schon Liba-vius in seiner illolixnliii 1595 aufmerksam: Vooabulo mareasitarum variilapiiles Minerales clesixnantur, el nonnungu-un etiam venae melalli keraoes,ut csilmis, cobsltum, bismulimm cruclum, talcum, A-ilena, pxrites, mSFNetis,Mannes, Linoleum slbum ot rubeum <te natura oupri, item geltum eko