Band 
Vierter Theil.
Seite
120
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LSslichkeil des-in Alkali.

120 Geschichte der einzelnen schweren Metalle.

. Kupfer sehr ungeschmeidig werden, auch nicht färben würde.-- Daraus sagte

'Stahl in seinen »Gedanken und Bedenken von dem Schwefel-- (1718):»Daß der Galmey freilich in der trockenen erdischen Form, wie er aus denGoßlarischen Oefen gebrochen wird, nicht in das Kupfer gehe, sondern ersteine metallische Gestalt gewinnen müsse, hatte Kunkel aus dem Goßlari-schen Messingmachen anmerken können, da die Töpfe, nebst dem Kupferund Galmey, auch viel verbrennliches Wesen vom Kohlen - Gestiebe in sichenthalten, auch eben deßwegen der Zink, weil er solche metallische Gestalthat, so schnell in das geflossene Kupfer eingehet--.

So war es endlich ausgesprochen (und Stahl's Schule erkannte esan), daß der Galmei Kupfer zu Messing macht, indem sich vorher aus ihmZink bildet, und daß das Zink das Metall des Galmei's ist. Henkel mel-dete in seiner k/ritoloAis 1725, er könne aus dem Galmei das Zink dar-stellen, verschwieg jedoch die näheren Umstände dieser Operation. In Eng-land scheint seit 1730 etwa die Darstellung des Zinks im Großen stattge-funden zu haben. Aber noch G. Brandt sagte 1735 in den Denkschriftender Upsaler Akademie, man könne den Galmei nicht für sich zu Zink redu-ciren, sondern nur bei Gegenwart von Kupfer. Daß das erstere doch mög-lich sei, wenn man die Reduction in verschlossenen Gefäßen ausführe, zeig-ten A. v. Swab 1742 und Marggraf 1746.

Brandt rechnete 1735 das Zink zu den Halbmetallen; die Eigen-thümlichkeit desselben wurde 1743 durch Malouin bestätigt. Lassone suchte1772 zu beweisen, der Phosphor müsse ein Bestandtheil des Zinks sein; erstützte sich dabei auf die Aehnlichkeit in den Flammen beider Körper, undzur weiteren Unterstützung führte er auch die Phosphorescenz der Zinkblumenan (daß der Ofengalmei phosphorescire, hatte schon Henkel 1744 bemerkt).Auch Wenzel nahm in seiner Einleitung zur höheren Chemie (1773) denPhosphor als einen Bestandtheil des Zinks an.

Daß das Zink bei erhöhter Temperatur dehnbar sei, entdeckten 1805die Engländer Hobson und Sylvester zu Sheffield.

,n» Boyle, in seiner Abhandlung ok tbe mectianicsl ormse8 ok ckemicslprecipitstioi, (1675), führte bereits an, flüchtiges Laugensalz löse Zink auf.Lassone machte 1775 auf dasselbe aufmerksam, und zeigte 1777, daßes auch atzendes sixes Alkali thue. (Den gewöhnlichen Gehalt des Zinks ananderen Metallen übersah man damals noch.) Durch Erhitzen von Zink-