Band 
Vierter Theil.
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Geschichte der einzelnen schweren Metalle.

Shl°r;in>. pistis calsmin-n-is bereiten; man soll Galmei mit starker Salzsäure digerirenund die Lösung stark erhitzen, so gehe das Phlegma davon und es bleibe»ein dickes so fett anzugreifen als Baumöhl, auch nicht sonderlich

corrosivisch, denn der Spiritus «alis hat sich an dem Galmei matt gefressenund also seine Scharfe dadurch verloren. Dieses oleum muß vor der Lustwohl verwahrt werden, sonsten es in wenig Tagen viel Lust an sich zeucht,und zu Wasser wird.« Daß die gesättigte Auflösung des Zinks in Salz-säure bei starker Hitze einen Theil ihrer Säure fahren läßt, beobachteteWenzel 1777. Zinkbutter durch Destillation von Zinkblumen mit Sal-miak stellte Hellvt 1735 dar; durch Destillation von Zink mit Quecksilber-sublimat Pott 1741. Daß Zink in dephlogisirter Salzsäure (Chlor) zueiner butterähnlichen Substanz zerfließe, beobachtete zuerst der Leipziger Pro-fessor Gallisch in seiner Abhandlung cke sciclo sslis ejnsguo ckeplilvAisti-catioiie (1782); daß dies bei fein »ertheiltem Zink unter Feuererscheinunggeschehe, Westrumb 1790.

sä»».;»»,. Die Entdeckung des Cadmiums wurde im Frühjahre 1818 von Sei-ten mehrerer Chemiker gleichzeitig bekannt. Stromeyer*) hatte bereitsim Herbst 1817 zuerst das Vorkommen dieses Metalls beachtet, bei der Un-tersuchung eines aus der chemischen Fabrik zu Salzgitter bezogenen kohlen-sauren Zinkoxyds, welches er in mehreren Hildesheimischen Apotheken an-traf; das aus diesem dargestellte Zinkoxyd zeigte, ohne Eisen zu enthalten,einen Stich in's Gelbliche, und Stromeyer erkannte daß dies von derBeimischung des Oxyds eines neuen Metalls herrühre, das er auch, abernur in kleiner Menge, in mehreren anderen Sorten Zinkoxyd und in me-tallischem Zink auffand. Stromeyer war mit der Untersuchung desselbenbeschäftigt, als auch Hermann zu Schönebeck das neue Metall entdeckte.Dieser hatte Zinkoxyd, welches in Schlesien als Nebenproduct gewonnen

*) Friedrich Stromeyer war 1778 zu Göttingen geboren. Er wandte seineStudien anfangs der Botanik, später der Scheidekunst zu, in welcher er sichhauptsächlich unter Bauquelin ausbildete, und starb als Professor der Che-mie zu Göttingen 1835. Von ihm erschienen: »Tabellarische Uebersicht derchemischen einfachen und zusammengesetzten Stoffe« (1806); »Grundriß dertheoretischen Chemie« (2 Thle. 1808); »Untersuchungen über die Mischungder Mineralkörper« (1821).