Blei.
133
Kn sind unsicher, da vielfache Verwechselungen zwischen ihnen stattfanden M.nmg,.(vergl. auch die Geschichte des Zinnobers). Plinius sagt, außer dem mi-nium, welches srAenliim vivnm gebe, existire noch ein anderes, das aus(bleihaltigen) Silber- oder Bleierzen erhalten werde; diese, in Oefen gerothet,gebrannt und gemahlen, geben ein r-ecunllarium minium, pergnsm paucisuotum. An einer andern Stelle sagt er, Sandarach (rothes Schwefelarsenik)werde nachgemacht aus gebranntem Bleiweiß, ex cer»88a in sarnace cocts,
Und anderswo auch ausdrücklich, das Bleiweiß werde durch Feuer roth;cerusss, «I coguatur, r,Ae8cit. (Auch Dioskorides sagt, man brennedas Bleiweiß, bis es roth wie Sandarach werde.) Spater bedeutet minium,welches also zuerst zur Bezeichnung des Zinnobers gebraucht wurde, immerdie Verfälschung des Zinnobers oder das rothe Bleioxyd. Unter diesemNamen wird das letztere in den lateinischen Uebersetzungen von Geber'sSchriften angeführt (z. B. in der 8umma perlectiom8 msgärNerii: plrun-
aclui-itnr et lit minium); ebenso heißt es bei Albertus Magnusund allen Folgenden.
Scheele wußte bereits, daß die Mennige durch wässeriges Chlor dun-Bwun-s Bl,i-x,d.kel gefärbt wird; eine gleiche Wirkung beobachtete schon Priestley vonder Salpetersäure. Proust und Vauguelin gaben über die Bildung desdraunen Bleioxyds nähere Auskunft.
Daß eine Mischung aus Blei und Zinn sich besonders leicht und mitAufschwellen verkalkt und dabei eine Art Verbrennung zeigt, hebt Stahlin seiner Schrift von dem nulpimre (1718) hervor; er erwähnt auch, daßKlauber hieraus den Schluß gezogen habe, in dem Blei stecke ein Sal-peter, der mit dem Schwefel des Zinns sich entzünde.
Das natürlich vorkommende Schwefelblei scheint, wie schon oben be- schw>f,m>>.Werkt, den Alten bereits bekannt gewesen zu sein. Doch dauerte es lange,d>s seine Zusammensetzung richtig eingesehen wurde, so daß noch Kunkelden Schwefelgehait desselben leugnete. Daß das Eisen bei dem Erhitzen mitSchwefelblei aus diesem das Metall abscheidet, wußte Boyle und empfahldiese Methode in seinem Previcm8 Ii) 6 r 08 tsticsl ok e8timstinA ore8öUr Bereitung des Bleies im Großen. — In der Bildung des Schwefel- N°chw->su"gdleies aus bleihaltigen Flüssigkeiten mit gewissen schwefelhaltigen Substanzeni^Nte man eine Reaction auf das erstere Metall kennen, und da die Auf-findung des Bleies eine der ersten Bestrebungen der analytischen Chemie auf