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Geschichte der einzelnen schweren Metalle.
Schw,f»lbl,i. nassem Wege war und hauptsächlich die fortgesetzte Untersuchung dieses Ge-genstandes zur Anwendung des Schwefelwasserstoffs in der Analyse führte,so mögen einige genauere Angaben über diese Reaction hier beigebracht werden.
Anlaß zu der Aufsuchung von Mitteln, durch welche man Blei in Flüs-sigkeiten nachweisen könne, gab hauptsächlich die Verfälschung des Weins mitjenem Metall. — Schon bei den Römern, wo man bereits eingekochtenMost anwandte, um schlechtere Weine zu verbessern, empfahlen die Schrift-steller über Landwirthschast, das Einkochen in bleiernen Gesäßen vorzuneh-men. Ungewiß ist, ob man damals schon an dem Blei die Eigenschaft, demWeine die Saure zu benehmen, erkannt habe; Plinius spricht von derAnwendung des Bleies bei saurem Weine, die aber nicht geschah, um dieseEigenschaft aufzuheben, sondern um ihr Dasein gewisser zu erkennen; dieProbe, ob ein Wein sauer werden wolle, war damals die, daß man einenBleistreifen hineinlegte und zusah, ob dieser seine Farbe verändere (ange-griffen werde). Später wird die Versüßung des Weins durch Blei erstwieder durch Andreas Jessner angegeben, welcher inseiner »Kunstkammer«(1595) sagt, der Wein bleibe süß, wenn man drei bis vier Pfunde Bleiin das Faß lege. Die Verfälschung des Weins mit Bleiglätte ist neuerenUrsprungs; der Tübinger Professor Johann Zeller berichtet in seinerDissertatio cie Oocimasis vini litliaeA^rio maugonissti (1707), dieserBetrug sei in Frankreich aufgekommen. In diesem Lande wurde demselbenin der That schon 1696 durch eine Verordnung zu wehren gesucht; zu der-selben Zeit kommt diese Weinverfälschung auch in Deutschland, namentlichin Würtemberg, vor.
In den Ephemeriden der deutschen Naturforscher von 1696 werdenmehrere Untersuchungen von Wein, der mit Bleiglätte verfälscht war, an-geführt. Eberhard Göckel, Arzt zu Ulm, glaubte diesen Zusatz dadurchnachweisen zu können, daß er den verdächtigen Wein mit Schwefelsäuremischte und zusah, ob er sich trübte; der Freiburgische Professor JohannJacob Franz Vicarius prüfte auf dieselbe Art, wandte aber stattder Schwefelsäure fixes oder flüchtiges Alkali an. 1707 empfahl Zellerin der eben erwähnten Schrift als ein sichereres Reagens auf Blei denExtract von Auripigment mit Kalkwasser (die Wirkung dieser Flüssigkeitauf Bleisolution war schon früher bekannt; der französische Arzt PeterBorel von Eastres beschrieb bereits in seinen liistoriis et obsei-vationibusmeäico-pil)'sicis 1653 die Bereitung der Auflösung von Auripigment und