Band 
Vierter Theil.
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Blriiveiß.

Chlorb lri.

Geschichte der einzelnen schweren Metalle.

cernsss; aber in seiner Schrift <ie inve8ti^»tione maßisterii glaubt er eszu reinigen, indem er es in essigsaures Salz verwandelt (vergl. bei essig-saurem Bleioxyd).

Allen Spateren ist das Bleiweiß gleichfalls bekannt; Basilius Ba-ten tinus rieth aber schon, zu chemischen Arbeiten selbst bereitetes anzu-wenden, weil das käufliche verfälscht sein könne. Wie schon Theophrastosdas Bleiweiß neben den Grünspan gestellt hatte, so galten diese beiden Kör-per bis gegen das Ende des vorigen Jahrhunderts für ähnliche Verbindun-gen. Wie Geber glaubte, das Bleiweiß werde durch Auflösen in Essigund Abdampfen nicht verändert, sondern nur gereinigt, meinte auch Liba-vius in seiner ^Icli^mia (1595): 8cobs 8»turni solvitur scri gceto inIsctcmm lignorem, gui -chstracts linmillitsto relinguit cerusssm. N. Le-rn ery behauptete in seinem doni-s cke cii^mie (1675), das Bleiweiß eignesich am besten unter allen Bleipräparaten zur Auflösung in Essigsäure, weiles selbst schon solche Säure enthalte (s csnse «in vingi^re llont la ceruse estcke'ja einpreinte). Noch Macquer scheint 1778 geneigt, das Bleiweiß füreine Verbindung von Essigsäure mit Blei anzusehen. Doch hatte Berg-man schon 1774 in seiner Abhandlung cle scillo gören gezeigt, das Blei-weiß sei nur kohlensaures Bleioxyd (eslx pinmiü gerat»).

Die älteste auf das Ehlorblei Bezug habende Beobachtung ist wohldie, welche Dioskorides anführt, daß (Silberglätte) mit

Steinsalz und warmem Wasser weiß werde. Nach der Entdeckung und Be-nennung des Hornsilbers wurde das analoge Chlorblei als Hornblei, plum-1mm cnrliemn, benannt. Hornblei, aus der Lösung des Bleies in Scheide-wasser durch Salzwasser gefällt, anstatt Bleiweiß als Farbe anzuwenden, riethGlaub er in seiner Lxplicgtio miracnli mnnlli 1656. — Die gelbe Farbe,welche aus Ehlorblei und Bleioxyd besteht und jetzt als Casseler Gelb be-kannt ist, wurde schon 1787 in England im Großen dargestellt; Turner,welcher damals ein Patent auf die Abscheidung des Natrons aus Kochsalzdurch Bleioxyd nahm, bereitete sie durch Calcination des weißen Rückstan-des, der sich hierbei bildet. Daß sich das salzsaure Blei mit einem Über-schuß von Bleioxyd verbinden könne und dann bei der Calcination gelb werde,zeigte auch Vauquelin 1799.

Das salpetersaure Bleioxyd kommt bereits in des Libaviusinis (1595) vor; es heißt hier cslx plumlii chilcis. l it per ggugm lor-