Band 
Vierter Theil.
Seite
138
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Eis«n.

138 Geschichte der einzelnen schweren Metalle.

beitung, Schmieden, Schweißen und Gießen, des Eisens zusammen: t'a-ürieam ierrarisin invenernnt L^clopes, gni noüiies aerarii et kerrsriiIsüri kuerunt; conglutinstionem korri «xcogi'tsvit Olmieus Liiins; ejusknallencll artem liieoiioru« 8ami»s.

Ueber die Darstellung des Eisens haben uns die Alten keine hinläng-lich genaue Angaben hinterlassen, daß sie in Kürze mitgetheilt werdenkönnten, und zu einer weitläufigen Untersuchung ist hier nicht der Ort.Der Magneteisenstein scheint das Eisenerz gewesen zu sein, aus welchemhauptsächlich das Metall dargestellt wurde.

Nur wenige Anzeigen eines Eisengehaltes waren den Alten bekannt.Plinius sagt, wo Eisen natürlich vorkomme, werde dies leicht ander Farbe der Erde erkannt. Daß damals die Verfälschung des Grün-spans mit Eisenvitriol durch Gallapfelsaft nachgewiesen wurde, habe ich imII. Theile, Seite 51, erwähnt. Wissenschaftlich angewandt wurde diesesReagens durch Paracelsus, welcher mittelst desselben Eisen in Mineral-wässern nachweisen lehrte. Daß Gallapfel, Eichenlaub, Granatapfel, Blau-holz und andere adstringirende vegetabilische Substanzen die Eigenschafthaben, mit Eisensolution eine schwarze Farbe zu geben, wußte Boyle; indem zweiten Theil seiner Schrift: Um usekullness of experimental pinlo-sopl,)' (1671) gab er bereits an, wie man mit reinem Wasser schreibenkönne (3 Theile calcinirter Vitriol, 2 Theile Galläpfel und 1 Theil ara-bisches Gummi sollen gepulvert auf Papier eingerieben werden; die mitreinem Wasser auf solches Papier gezogenen Schristzüge färben sich sogleichschwarz). Boyle wandte auch den Magnet an, um Eisen nachzuweisen.Derselben Mittel, wie Boyle, bediente sich auch Fr. Hoffmann, um denEisengehalt gewisser Mineralwasser nachzuweisen; der sich aus ihnen absetzendeOcker wirke nach passender Behandlung im Feuer auf den Magnet, und dieMineralwasser selbst geben frisch, ehe sich das Eisen aus ihnen abgesetzthabe, mit Galläpfeln eine purpurne Farbe, wenn wenig, eine schwarze, wennviel Eisen darin enthalten sei. — Die Reaction auf Eisen mit Blutlaugen-salz führte Marggraf 1751 in die analytische Ehemie ein, bei Gelegen-heit seiner Untersuchung des Regen- und Schneewassers und verschiedenerBerliner Brunnenwasser.

Hinsichtlich des Vorkommens des Eisens will ich hier noch der Ent-deckung desselben in vegetabilischen Substanzen und im Blute erwähnen.Die Nachweisung eines Eisengehaltes war lange Zeit dadurch unsicher