Band 
Vierter Theil.
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Geschichte der einzelnen schweren Metalle.

Plinius erwähnt in gleichem Sinne des Eisenrostes, des Hammer-schlages (sgnsmse ierri) und des Magnets. Der Magnet selbst wurde nachihm manchmal auch sic!eritl8, Eisenstein, genannt; als eine Abart des Ma-gnets wird hier der Blutstein angeführt, dabei aber bemerkt, er habe nichtdieselbe Wirkung auf das Eisen, wie der erstere. Deutlich spricht sich Pli-nius noch aus über die Anziehung des Eisens durch den Magnet, unddarüber, daß sich diese anziehende Kraft auf das Eisen übertragen laßt (soz. B. wo er von dem Eisen handelt: De ingAnete lapiüe svo ioco clice-mus, concoräis^ne gusm cum lerro luilict. 8ols iisec msteria viresab eo lapiäe »ccipit, retinetgue lon^o lsmpore, sliucl sppretienclenskerrum). Auch auf einzelne Beobachtungen über die Anziehung zweier Ma-gnete und über die Abstoßung von (magnetisirtem) Eisen durch den Magnetdeutet Plinius hin, aber er berichtet unvollständig und deshalb irrig; alsein Kennzeichen des äthiopischen Magnets betrachtete man es z. B., daßer auch einen anderen Magnet anziehe; als eine besondere Eigenschaft einesgleichfalls in Aethiopien vorkommenden Minerals, Eisen abzustoßen. (Ueberden Ursprung des Namens Magnet vergl. Seite 83; bei Plato und beiTheophrast kommt dieses Mineral auch unter dem Namen des Herak-litischen Steins vor, welcher daher rühren soll, daß der Fundort des Ma-gnets, Magnesia in Lydien, auch Heraklea geheißen habe.)

Rothes oder gelbrothes Eisenoxyd wurde bei den abendländischen Che-mikern gewöhnlich als ci-ocu« msrtis bezeichnet; dieser Name kommt inden lateinischen Übersetzungen von Geber's Schriften vor. Die schwarzenVerbindungen von Eisen mit Sauerstoff wurden seit 1735 als aetliiopi«msi-tis bezeichnet; in diesem Jahre beschrieb unter diesem Namen L- Le-mery die Verbindung, welche aus Eisenfeile und Wasser an der Luft ent-steht. Nur wenige Angaben über die verschiedenen Methoden, wie der crocusmsrüs dargestellt wurde, will ich hier mittheilen. Basilius Valentinusweist in seinem letzten Testament auf die Bereitung desselben durch Glühendes Metalls hin. Libavius beschreibt in seiner viele Darstel-

lungsweisen jenes Präparats; die durch Glühen des Metalls und Schlam-men des gebildeten Oxyds schreibt er dem Albucases zu; unter anderenerwähnt er auch der, eine Auflösung von Eisen in Essig abzudampfen und zucalciniren. Durch Glühen mit Salpeter und Auslaugen lehrte den nachihm benannten crocus msrtis Awelffer 1652 bereiten. — Colcothar oderColchotar wird bei Basilius Valentinus genannt, in seiner Wieder-