Band 
Vierter Theil.
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Eisen.

holung von dem großen Stein der uralten Weisen; er erwähnt seiner imZusammenhang mit der Darstellung der Schwefelsaure, und scheint be-reits darunter den Rückstand von der Destillation des Vitriols verstandeniu haben.

Lange Zeit unterschied man die verschiedenen Oxydationsstufen desEisens nicht nach ihrer Zusammensetzung, sondern nach ihrer medicinischenWirkung. Doch nahmen schon die Anhänger der phlogistischen Theorie an,der Eisenkalk könne sich in verschiedenen Verhältnissen mit Phlogiffon ver-binden. Scheele zeigte 1777, daß der Niederschlag aus EisenvitriollösungMit kaustischem Alkali in lufthaltigem Wasser oder an der Luft zu crocusmsi-ris wird, und daß dabei Sauerstoff verschwindet. Lav visier unter-schied in seiner Abhandlung über die Verbindung des Sauerstoffs mit demEisen in den Pariser Memoiren für 1782 zwei Oxydationsstufen diesesMetalls, den »etlckops und den Ocker; als ersterer sei es in der schwefel-sauren Losung enthalten, als letzterer in der mit Salpetersäure in der Warmebereiteten. Doch waren seine Angaben über den Sauerstoffgehalt der Oxydesehr schwankend. In dem Anfang dieses Jahrhunderts herrschte große Ver-schiedenheit in den Ansichten über die Zahl der Oxydationsstufen des Eisens.Vertheilet nahm an, es existire deren eine große Menge (vergl. Theil II,Seite 321 s.); Proust nahm deren nur zwei als eigenthümliche an, dasEisenoxyd und das Eisenoxydul, und betrachtete die anderen von verschiede-nen Chemikern angenommenen als Verbindungen oder Mengungen der ge-nannten. Proust's Ansicht vertheidigte 1807 Bucholz, während The-nard zu derselben Zeit sich für Berthollet's Meinung erklärte. Gay-Lussac nahm 1811 außer dem Eisenoxyd und dem Eisenoxydul noch Eineintermediäre Verbindung als eine selbstständige an. Die jetzigen Ansichtenüber diesen Gegenstand befestigte Berzelius.

In Beziehung auf die von Fremy 1840 entdeckte Eisensaure liegenschon aus früherer Zeit Beobachtungen vor, welche auf die Bildung einerintensiv gefärbten Verbindung von Eisen mit Kali gingen, und später langennberücksichtigt blieben. Stahl bemerkt in seinem Lpecimen Ledierisnum(1702): ^Ic.ili solvit lerrum, combustione lerri ckextrs cum nitro;Nucke ssl slcsli nitri, causticum reinsnen«, sligvÄM portionem lerri itasolvit, rit sinetll^stino-purpureo colore limpicko, etiam per liltruin«ecum ckucst. Genau hundert Jahre später erschien in den Abhandlungen derStockholmer Akademie eine Arbeit von Ekeberg über die Pttererde; dieser

^opp's Geschichte der Chemie. IV. 10

Oxyde des Eisens.