146 Geschichte der einzelnen schweren Metalle.
Chemiker spricht hier von dem Verhalten des Gadolinits bei dem Glühenmit Kali, und er bemerkt, daß man aus der dabei sich zeigenden Färbungnicht unbedingt nur aus Mangangehalt schließen dürfe. Er sagt: »Als icheine starke Schmelzung vornahm, bekam die alkalische Auflösung eine dun-kelrothe Pontakfarbe. Als ich sie abgoß und in die Warme stellte, setzte sieeinen ziegelrothen Eisenkalk ab«. In einer Note erinnert er zu dem erstenSatz: »die rothe Farbe beruht nicht aus dem Braunstein, denn ich habe ge-funden, daß schon das Eisen allein bei seiner Auflösung in kaustischer Laugedie schönste Purpurfarbe geben kann, wenn nehmlich das Rösten vorherge-gangen ist«.
Das natürlich vorkommende Schwefeleisen wurde bei den Alten vondem Kupferkies nicht gehörig unterschieden; pyrites, Feuerstein,
scheint den Eisenkies wie den Kupferkies bedeutet zu haben. Dioskoridessagt: xüro /ir-Kov, «gp' oü zi-xr«/i/lkVLr«r' ^ir-
-reor- zorvror rov öe «goexr-r« (der
Pyrites ist eine Art Stein, aus welcher Erz sKupfers dargestellt wird; zunehmen ist der wie Erz aussehende, und welcher leicht Funken giebt). Hiergehen einzelne Angaben bestimmt auf Kupferkies, welcher doch viel spar-samer Funken giebt, als der Eisenkies. Uebrigens wurde nach Diosko-rides der Pyrites mit Honig gebrannt arzneilich angewandt. Pliniusunterscheidet schon mehrere Arten von Pyrites; nach ihm nennen Einige dieSteinart, aus welcher Mühlsteine verfertigt werden, Pyrites, weil sie vielFeuer gebe; ein anderes Mineral dieses Namens sei dem Erz ähnlich, undnun wird des Dioskorides Bericht über den Pyrites mitgetheilt; endlichgebe es nach Einigen eine dritte Art Pyrites, welche vorzüglich leicht Feuergebe und am schwersten sei; diese diente vorzüglich zum Feuecschlagen. —Noch Agricola unterschied Eisen- und Kupferkies nur als Varietäten Ei-nes Minerals, doch auch in Rücksicht auf die Producte, die man darauserhalten kann (Kupfer oder Eisenvitriol) ; nach dem erklärenden Register zuseinen metallurgischen Schriften ist: »k^rites, Kis; x/riles arAentco cv-lore, Wasser oder weißer Kis; p/rites aureo colore, geel Kis oderKupfer-kis; P/r>tes stramenti sutorii parens, Atramentstein«.
Den Eisenvitriol scheinen die Alten nicht im reineren Zustande gekanntzu haben; doch bestand wohl zum größten Theil aus ihm, was die Römeratramentnm «utorium nannten (vergl. Theil II, Seite 51), aber es wurde