Band 
Vierter Theil.
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Eisen.

dieses von dem Kupfervitriol nicht unterschieden. Außerdem wurden eisen-vitriolhaltige und alaunhaltige Salze mit einander verwechselt (vergl. a. a. O.und Seite 56 sf. in diesem Theil). Nach Plinius hatte das atramcntum8utori„m eine bläuliche Farbe: dieses wurde aus natürlich vorkommendenWassern durch Abdampfen erhalten; man stellte auch künstliches dar, vonblässerer Farbe, welches man für weniger wirksam hielt. Das stramentums»ioriul» wurde in der Arzneikunde und zum Schwarzen des Leders ange-wandt (vergl. bei Kupfervitriol).

Geber scheint den Eisenvitriol gekannt zu haben; wenigstens schreibter zu der Bereitung des Aetzsublimats vor, vitriolum rulnlicatum, wie esin der späteren lateinischen Uebersetzung heißt, zu nehmen, was wohl nurals gerösteter Eisenvitriol gedeutet werden kann. Mit Bestimmtheit er-wähnt des grünen Vitriols zuerst Albertus Magnus (vergl. Theil »I,Seite 63), aber über die Art der Darstellung desselben ist auch aus jenerZeit Nichts bekannt. Basilius Valentin us lehrt in seinem Traktatvon natürlichen und übernatürlichen Dingen grünen Vitriol darstellen:"Nimm oleum vitriol!, solvir darin martem; mache einen Vitriol daraus«;»r dem vierten Buch seines letzten Testaments giebt er eine gleiche Vorschrift,Und schreibt vor, den Eisenvitriol durch Rösten in ein rothes Pulver zu ver-wandeln. Schwefeleisen und daraus Vitriol zu bereiten lehrt er in seinenSlj^ußcedeN: »I^imaturam märt!« und 8ulpl>nr sna, cslcinir« im Iiegel-°fen bis es Purpurfarbe werde, darauf geuß destillirtes Wasser, so extrahirtes ein schön grün Wasser; das zeuch ab ack tertias, laß schießen, so hast dueinen künstlichen Vitriol«.

Agricola spricht in seiner Schrift äe re Metallica von Pyrites, derdurch Verwittern Eisenvitriol gebe, und von solchem, der erst geröstet werde,damit er dann zu Vitriol verwittere; die letztere Bereitungsart vergleicht erUul der des Alauns: p/ritse atramentosi, gui in Numero mistorum sunt,ni sluminosi urantur, agnis ililuantur, «lilntum cognatur in cortinispi»m6eis ckonec «iensetur in atramentum sutorinm. In seiner Schrift'ie oriu ei causis subterraneoruin sagt er ausdrücklich, hellgrüner VitriolkUtstehe aus Eisenkies (alrsinenlum sutorium suliviriile nascitur e Pyritepallidg).

Die Reinheit des Eisenvitriols zu prüfen, lehrte N. Lemery 1675W seinem Oours <le cl^ inie: kour faire I'e«prit cle vitriol, il saut prenrlreun vitriol vert ä'^ngleterre, leguel etsnt trotte zur le ter, ne le tait

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