Band 
Vierter Theil.
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Eisen.

ügkeit aus der Lust an, und nur auf dem Zutreten von Wasser zum Kiesberuhe die Vitriolbildung), aber mit der Anerkennung der übrigen antiphlo-gistischen Lehren gleichfalls allgemein angenommen.

Daß sich eine Auflösung von Eisenvitriol an der Luft trübt, erklärtebereits Berg man als auf der Einwirkung des Sauerstoffgases (der rei-nen Luft) beruhend; das Eisen in der Lösung werde dadurch starker verkalkt,Und da es in diesem Zustande mehr Saure zur Lösung nöthig habe, alsvorhanden sei, falle es nieder (Eisenvitriollösung bleibe klar, »isi menstrunmKorimerit acreni puriini, guI pIiIoAirNon iortissime sttraliit, iciekicpie in>-jus portioneiii das! vitcioli eripil; 8e<I !>sec calcinsta pl»8 guamontes re^uirit -icilli, ut 8»8peiis.i Ii»ereat, gnoll «i >1011 »llllltuc, serrum^uii oclirse ssciv necesssrio llecillit, sagt er in seiner I)>88e>-t»tio <Ie sns-I/si Aguaruni 1778).

Wässeriges Eisenchlorid kannte Glauber; in seinen novis Oicnis p6I-1v8c^,1,;<g§ (1648) lehrt er olc»m mnriw bereiten; man soll Eisen in Salz-säure lösen und in einem Kolben abdampfen; »in lnnlln bleibt eine blut-

tvthe insssa, welche so hitzig als ein Fewer auf der Zunge ist.-Sie

wuß vor der Lust wohl bewahrt werden, sonst fleußt es in ein geel olenm.^ — Wenn man solche rothe ni.issam, ehe sie in ein olenm zerflossen, inein nienm .iccuac vel «ilicum« (kieselsauresKali) »leget, so wachstin einer oderzwei Stunden ein Baum daraus mit Wurzeln, Stamm, vielen Aesten undZweigen, wunderbarlich anzusehen«. Diese Vegetation wurde Glauber'sEisenbaum genannt; als Lemcry's Eisenbaum wurde der Niederschlag be-zeichnet, den fixes Alkali in salpetersaurer Eisenlösung hervorbringt, und anwelchem L. Lemery 1706 dendritische Structuc wahrnahm. — Boyle'set nIi8or-v3tio»o8 pIiy8ic.lL (1690) enthalten die Wahrneh-mung, daß sich aus einer Auflösung von Eisen in Salzsäure Krystalle Kil-ben können, welche in Weingeist löslich sind.

Die Auflösung des Eisenchlorids in Weingeist bildete wahrend des vo-^gen Jahrhunderts ein Geheimmittel, welches großes Aufsehen machte undbesten Bereitung viele Chemiker suchten. Der russische General B estuschefs-^umin, geleitet durch das Studium des Basilius Valentinus undanderer Alchemisten, stellte jenes Heilmittel um 1725 zuerst dar, welches nachHni als Bestuscheff'sche Nerventinctur benannt wurde; durch einen Gehülfen*wn ihm wurde die Bereitung an einen französischen Officier, Lamotte,