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Geschichte der einzelnen schweren Metalle.
verrathen, nach welchem die Arznei auch Lamotte's Goldtropfen genanntwurde. Allgemein wurde sie für ein Goldpraparat gehalten, und ihre Be-reitung blieb das Geheimniß Weniger bis zu 1780, wo die russische Re-gierung den Darstellungsproceß von den letzten damit vertrauten Personenkaufte und 1781 bekannt machte. Hiernach sollte Schwefelkies und Aetz-sublimat mit einander erhitzt, das entstehende Eisenchlorid durch mühsameOperationen isolirt und in höchst rectificirtem Franzbranntwein aufgelöstwerden. Klaproth erkannte sogleich, daß es der langwierigen Verfah-rungsweisen zur Darstellung dieser Arznei nicht bedürfe, und lehrte sie 1782auf die spater stets gebräuchliche einfachere Art bereiten.
Ns-nsalmias. Eiftnchlvridhaltigen Salmiak kannte wahrscheinlich Basilius Va-lentinus, welcher in seinen Schlußreden sagt: »Man sudlimirt auch dencslciniettm rothen Vitriol und 8slmisc, so wird ein 8u6Iimat, der solvirtsich in Oehl» (ist zerfließlich).
/ Der Name Kobolt oder Kobalt war bereits gegen das Ende des 15.di,s,s W°,ns. Jahrhunderts in der bergmännischen und mineralogischen Sprache gebräuchlich;
bei Basilius Valentinus kommt er vor. In der ersten Halste des 16.Jahrhunderts findet sich jenes Wort bei Paracelsus und Agricola ge-braucht Damals schon hatte es die zwei Bedeutungen, die jetzt durch Kobolt oderKobalt ausgedrückt werden; man verstand darunter eine Art von Berggeisternund eine Art von Mineralien. Agricola sagt in seiner Schrift <le snimsn-tibus suliteri-aneis, wo er von den Dämonen handelt und nach Besprechung dergrausamen und schädlichen: 8unt ckeincle mites, guos Oermsnorum slii, utetisin 6raeci, vooant Lobs!»«, ^uocl liomirwm «unt imitstores. — ZurBezeichnung eines Minerals braucht schon Basilius Valentinus dasWort Kobalt, aber ohne nähere Erklärung; er stellt den darunter verstan-denen Körper mit dem Zink und dem Wismuth zusammen (eine dahin be-zügliche Stelle habe ich schon oben, Seite 116, mitgetheilt); in dem zweitenBuche seines letzten Testaments sagt er: »Vor Gottes Thron stehen die sie-ben Ertz-Engel, nach ihnen die sieben Planeten, G, <^, und Sternen, mitden sieben Metallen-Gebürgen von ihrer Eigenschaft, als Gold, Silber,Kupffer, Eisen, Zinn, Bley, Quecksilber, darnach Vitriol, Antimonium,Schwefel, Wißmuth, Kobolt, Allaun, Saltz, samt allen andern Bergge-