Kobalt.
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wüchsen,Was Aqricola als Mineralog Kobalt nennt, rechnet er im All- K°d°l>,
^ Fkiibtre Bedeutung
gemeinen zu dem Galmei. In seiner Schrift cle re Metallica wollte Ag ri- °«s,s W°rr,s.tvla jedes unter den Bergleuten gebräuchliche Wort lateinisch ausdrücken;iun, besseren Verständniß seiner Arbeit stellte er selbst die von ihm ange-wandten lateinischen Ausdrücke und die deutschen bergmännischen Bezeich-nungen in besonderen Registern zusammen. Hier werden auch die verschie-denen Arten callmia unterschieden: „(Umia iossilis oder l.ipis calaminaris,
Galmei; caclmia Metallica, Kobelt; callmia bornacum, Ofenbruch«. Aneiner andern Stelle erläutert er: »mistura cussis <Iimillia pars ex sere etsrAento constst, kobelt«, und gleich darauf: »ligoor csmlillus primo eü>rnace clekluen« cum Ooselarise excognitur pyrites, kobelt«. Auch im^ermann»« stellt er den Kobalt mit der Eadmia zusammen: Hoc genu«metallici colisltum vocant, Oraeci vero csllmism; und an einem andernOrte derselben Schrift sagt er, nachdem er von dem Eisenkies gehandelt hat:
ezr ^raeterea aliuck Kenns fecrei «jiiasi iuteollum coloris, colialtum»ostri vocant, Oraeci callmiam, non multnm clikserens a Pyrite. Deut-licher beschreibt er hier das Mineral nicht; ebensowenig laßt sich mit Sicher-heit erkennen, was Paracelsus unter Kobalt verstand. Dieser sagt inseinem ersten Traktat von Mineralien: »Es wird ein Metall aus den Ko-steten, derselbig Metall laßt sich gießen, fleußt wie der Zink, hat ein be-sondere schwarze färb, über blei und eisen, gar mit kein glänz oder metalli-scher schein, leßt sich schlahen, Hemmern, doch nicht so viel, daß er möchteiu etwas gebraucht werden«.
^Seit jener Zeit kommt das Wort Kobalt in mineralogischen Schriftenhäufiger vor. Der Begriff, welchen man damit verband, war lange sehrunbestimmt; man scheint allgemein damit Mineralien bezeichnet zu haben,aus welchen man ungeachtet ihres metallischen Ansehens kein damals nutz-bares Metall gewinnen konnte, und Kobalt bedeutete also, ähnlich wie Blende(vergl. Seite 123), täuschendes Erz. Später belegte man mit diesem Na-wen diejenigen Erze, welche das Glas blau färben, und in ihnen erkannteUlan endlich einen besonderen metallischen Grundstoff.
Klaproth fand in antikem blauen Glase kein Kobalt, aber H.Davywies es in solchem n»ch, und auch in blauer Farbe, die aus dem Alterthume^'herstammte, wurde es aufgefunden. Hiernach scheint schon in früher Zeitbekannt gewesen zu sein, daß gewisse Erze das Glas blau färben, aber jeden-