Band 
Vierter Theil.
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Kobalt.

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Wuthschlacke), »Zaffera, so blaw ferbet«; auch Matthesius hatte es in F»re„ng d,«

. Glases mir Kobalt.

einer 1559 gehaltenen und 1578 veröffentlichten Predigt angedeutet, indem Z-ff».er vom Wismuth sagt: »Am meisten braucht man es zu Farben, denn man

brennt eine schöne blawe Farbe aus Wismuthgraupen,-solche nennen

die Töpfer Saffranfarbe«; und Libavius selbst sagt in dem 1606 erschie-nenen ersten Theile seiner Oommeiitgriorurn ^lclieiniao: Hecrements (1>is-nmtlü) croceo colore plscentis tinctoridus pictoridusgue inservinnt, sli-cu6i etiuin reverlierü fnrno exercitsts in I^sruriiim si^ulorum vitrario-rnm^ue et similinm lransinntaMur, titulo Xspstarse (kors ox Oermano-rnm salrgn, ^no crocum inOi^etaut) prostans. Genauere Angaben überdie Bereitung der Zaffer machte Kunkel in seiner Glasmacherkunst 1679.

^ Schmälte, mit Kobalt blau gefärbtes und fein gemahlnes Glas, heißteigentlich «msttuni, wie einige Schriftsteller des Mittelalters das deutscheWort Schmelzglas lateinisch ausdrückten.

Daß die blaufarbende Wirkung der Erze, die man zur Bereitung der s,nn„miß °,sZaffer anwendet, auf dem Gehalt an einem eigenthümlichen Metall beruht,behauptete zuerst Brandt *). In seiner Abhandlung über die Haibmetalle,welche sich in den Schriften der Upsaler Akademie für 1735 findet, nenntrr zuerst auch den Kobaltkönig als dahin gehörig. Auf das gemeinsame Vor-kommen des Wismuths und der Kobalterze Bezug nehmend, bemerkt er,

Nian verwechsele meist beide mit einander, aber der metallische Antheil derKobalterze sei kein Wismuth; es sei in den ersteren ein eigenthümliches Halb-wetall enthalten, welches sich mit Wismuth nicht legire und bei weitemstrengflüssiger sei; reines Wismuth könne dem Glase keine blaue Farbe geben,sondern dies sei dem Kobalt eigen; die Lösung des Wismuths in Scheide-wasser oder Königswasser werde schon durch reines Wasser weiß gefallt,während dies bei Kobaltsolution nicht der Fall sei, mit welcher fixes Laugen-salz einen nach dem Aussüßen dunklen, flüchtiges Laugensalz einen rothenNiederschlag gebe. In einer Abhandlung in den Schriften derselben Aka-demie für 1742 beschrieb Brandt eine neue Art des Vorkommens von

*) Georg Brandt war 1694 in der schwedischen Provinz Westmanland ge-boren; er studirte zu Upsala Chemie und Mineralogie, machte mehrere mine-ralogische Reisen und wurde dann zum Vorsteher des chemischen Laborato-riums zu Stockholm und zum Bergrath ernannt. Er starb 1768.