Kobalt.
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in der Zaffer behauptete, und daßDarracq, Gehlen und Bucholz er-kannten, die vermeintliche Kobaltsaure sei nur Arseniksaure.
Die Kobalterze waren den früheren Chemikern deswegen auch inter-essant, weil sich aus ihnen sympathetische Dinten bereiten lassen; über dieletzteren wollen wir hier einige genauere Angaben zusammenstellen.
Unter sympathetischer Dinte verstand man jede Feuchtigkeit, mit dersich unsichtbare Schriftzüge ziehen lassen, die nach Belieben durch chemischeKunstgriffe gefärbt gezeigt werden können. Das älteste Kunststück dieser Artberuht auf der Schwärzung von Schriftzügcn, die mit essigsaurem Blei ge-wacht sind, durch ein Decoct von Auripigment mit Kalk; es ist bereits(Seite 134 f.) angeführt worden, daß dasselbe zuerst 1653 durch Borel ver-öffentlicht wurde. Die beiden hier angewandten Flüssigkeiten wurden zuerstaqnse ingAneticae e lonAinguo sAentes genannt, später sympathetischeDinten. Man giebt an, dieser letztere Ausdruck sei durch le Mort einge-führt worden, weil in einer Sammlung chemischer Vorschriften, die 1684als Lollectsnes I>e)'3ensis erschienen, auch atr.iiuentum s^mps-
tbeticum nach le Mort zu machen gelehrt wird. Aber schon in der Aus-gabe von 1681 des Loui-S cli^-mie von N Lemery werden die beidengenannten Flüssigkeiten als eueres appelle'cs svmpgtbigues beschrieben (unddie Wirkung als auf einer Präcipitation und Reduction des Bleies beruhenderklärt).
Allmalig wurden noch andere sympathetische Dinten bekannt, wie denni- B. Homberg in einem vor der Pariser Akademie 1698 über diesenGegenstand gehaltenen Vortrag außer Bleiessig und Schwefelleber auch Gold-und Ainnsolution, Spießglanzlösung und antimonialische Schweselleber, undgeistige Rosentinctur und verdünnte Vitriolsaure als sympathetische Dintenanführte. Der aus dem Kobalt entstehenden, die durch Erwärmung sicht-bar werden oder die Farbe verändern, geschieht zuerst Erwähnung in derschon einmal (Seite 88) angeführten alchemistischen Schrift: »Schlüssel zudem Eabinet der geheimen Schatzkammer der Natur« von D. I. W., dessenBerfasser der Gothaische Leibarzt Jacob Waitz gewesen sein soll. Hierinwird angegeben, wenn man die (kobalthaltige) Wismuthminer mit Salmiaksublimire und den Rückstand mit dcstillirtem Essig auskoche, so erhalte mannach der Abdunstung ein Salz, das in der Wärme grasgrün, bei dem Er-kalten aber himmelblau, violett und endlich rosenfarben werde. Koche man