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Geschichte der einzelnen schweren Metalle.
^ Wismutherz mit destillirtem Essig, etwas Salz, Salpeter und Alaun,so lange bis der Essig rosenfarben werde, und dunste man dann gelinde biszur Sastconsistenz ein, so sehe das Präparat in der Warme grasgrün aus,und gehe bei dem Erkalten durch himmelblau und violett in die Rosenfarbeüber. Neues Erwärmen bringe dieselbe Aufeinanderfolge der Farben hervor.Auch wenn man das Erz in Scheidewasser löse, Kochsalz zur Solution setzeund zur Trockne abdunste, oder wenn man das Erz mit Glaubersalz schmelze,den Rückstand mit Salzsäure ausziehe und zur Trockne bringe, erhalte manein Salz, das in der Kälte rosenfarben, in der Wärme grün sei.
Diese Versuche wurden wenig beachtet und die angezeigten Farbenver-änderungen erst allgemeiner bekannt, als Hellot in den Pariser Memoirenfür 1737 die Eigenschaften der Kobaltsolution als einer neuen sympatheti-schen Dinte beschrieb. Er wurde dadurch zur Untersuchung veranlaßt, daß1736 ein Künstler aus Stolberg in Paris ein Salz zeigte, das in der Kälteroth, in der Wärme blau war, und das er aus einer ininera inarckasitsevon Schneeberg, die zur Schmaltebereitung diene, gezogen haben wollte.Hellot bearbeitete viele Erze, um dieses Salz zu erhalten; er fand, daßdie Lösung in Salpetersäure nur dann Schriftzügc giebt, welche in der Wärmegrün werden, wenn man ein salzsaures Salz, das seine Säure leicht ab-zieln, zugesetzt hat, und daß die Lösung in Salzsäure dieselbe Eigenschafthat. Er bemerkte, der Theil des Kobalterzes gebe wohl der sympathetischenDinte die Farbe, welcher auch das Glas bei der Schmaltebereitung blaufärbe, allein er behauptete auch, man erhalte diese Dinte besser aus wißmuth-haltigen Kobalterzen, als aus reinen.
Nach dem Bekanntwerden von Hellot's Arbeit wurde in Deutsch-land (noch 1737) angekündigt, schon vor sechs Jahren habe ProfessorTeichmeyer zu Jena diese sympathetische Dinte gekannt und in seinenVorlesungen gezeigt. — Ob die Entdeckung derselben schon früher von einemFranzosen in Anspruch genommen wurde, oder ob folgende Note, welchesich in der Sammlung von Fr. Hoffmann's Schriften unter seiner, 1732erschienenen, Dis8ertstio <Ie sciäo vitrioli vlnoso findet, erst später zuge-setzt wurde, kann ich nicht entscheiden. In der Dissertation selbst steht, derAether sei auch dienlich »ei extrsctionem voriegoti et mutsdilis ex minerawismutki porotl coloi-is (des salzsauren Kobalts?); die Anmerkung dazulautet: kloc 8gl ex ininers wismutbi paratuin som per sliguot lustra Is-borstoriis Aermsnis innotuit, nnile esn8 inveationem extern! (prout