Band 
Vierter Theil.
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Kupfer.

Kupfers hier nur wenig anzuführen. Geber machte bereits in seiner 8nmms K»pf,r.perkectionis msgisterii darauf aufmerksam, daß das Kupfer von saurenFlüssigkeiten leicht angegriffen wird: in boc tarnen vitium Ksbet (Venu«),tjuonigm livescit <Ie kacili et inlectionem ex sere, scribu« et scutis «n-Diese Eigenschaft des Kupfers, mit Sauren und mit anderen Me-tallen leicht Verbindungen einzugehen, ließ es bei den Alchemisten auch alsMeretrix mewllornm benannt werden. — Geb er's und Bechcr's An-sichten über die Zusammensetzung des Kupfers habe ich im III. Theile, Seite98 und 110, erwähnt; über ihre irrigen Meinungen ist sich weniger zuWundern, als darüber, das Winterl 1787 angab, einen Kupferkalk inNickel und Reißblei zerlegt zu haben, und daß derselbe Chemiker 1789 be-hauptete, das Kupfer bestehe aus Nickel, Reißblei, Kieselerde und einemflüchtigen Stoffe. — Vom Cementkupfer spricht zuerst BasiliusValen-tinus; im ersten Buche seines letzten Testaments sagt er: »Das Cementoder Laugen zu Schmölnitz in Ungarn, das zerfrißt das Eisen zu Schlich,und so man denselben Eisenschlich aus dem Trog wieder herausnimmt, soist es gut ?« (Kupfer). Mehreres über die Fällung des Kupfers durch Ei-sen werde ich weiter unten anführen. — Die erste Angabe über einen Kupfer-gehalt von Pflanzenasche rührt von Bucholz (1816) her.

Von den Eigenschaften des Kupfers wurden früh erkannt, und dientenzum Theil bald als Anhaltspunkte zur Erkennung dieses Metalls, die Fär-bung, welche es verkalkt dem Glase mittheilt, die blaue Färbung, welcheSalmiakgeist davon erhält, und die Präcipitation durch Eisen.

Von Demokrit von Abdera (im 5. Jahrhundert vor Chr.) sagt xs-bung °,sGl»

Qk , , . ^ ^ , ses durch Kupfer.

^reneca, er habe dre Kunst verstanden, Smaragde nachzuahmen, aberohne anzugeben, wie. Theophrast (um 300 vor Chr.) berichtet in seinerSchrift über die Steine, dasjenige Glas sei besonders ausgezeichnet, welchemKupfer zugcmischt sei, denn es habe dann eine Verschiedenheit in der Farbe.

Diodor, im 1. Jahrhundert vor Chr., giebt an, in den Kupferschmiedenwache man Smaragde. Plinius sagt, das Glas werde mit Zusatz vonKupfer bereitet; die Massen, welche da entstehen, seien colore xinAui ni-Lolcaines, und sie werden dann wieder geschmolzen und gefärbt (heißt dieses:wit anderem Glas zusammengeschmolzen, so daß durch die Verdünnung diegrüne Farbe deutlicher hervortritt, oder: durch Anräuchern, Desoxydiren,roth gefärbt?). Die Analyse von antikem grünen Glase hat es außer Zwei-

Kopp' s Geschichte der Chemie. IV. 11