Band 
Vierter Theil.
Seite
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Geschichte der einzelnen schweren Metalle.

Ech>v-f,nupf,r. Geber scheint sich mit der Einwirkung des Schwefels auf das Kupferbereits beschäftigt zu haben, denn in feiner Summa perlectionis magästerUsagt er, Schwefel färbe das Kupfer goldgelb: assumit ex eo (sulpiiure)

Solls ekiigiem. Ist hier wohl von der gleichzeitigen Einwirkung von Schwe-fel und Eisen die Rede, oder geht jener Ausspruch daraus hervor, daß Ge-ber vielleicht wußte, in dem Kupferkies sei neben Kupfer auch Schwefelenthalten? Der Kupferkies selbst war schon lange vor ihm zur Darstellungdes Kupfers angewandt worden, wie die oben (Seite 146) aus Diosko-rides angeführte Stelle beweist; derselbe Schriftsteller spricht auch von demRösten dieses Minerals, und daß es dabei zerreiblich werde. Die Existenzzweier verschiedener Schweflungsstufen des Kupfers bewies Proust 1801.

Ich habe schon bei der Geschichte des Eisenvitriols (Seite 146 f. diesesTheils) darauf aufmerksam gemacht, welche Unsicherheit in den früherenMittheilungen über Vitriol im Allgemeinen herrscht. Auch die alteren An-gaben, welche am passendsten auf den Kupfervitriol bezogen werden, könnenzum Theil auf Eisenvitriol gegangen sein. Daß das, wasDioskoridesxuuduv, cUalcautlmm, nennt, ein Vitriol gewesen sei, kann man aus dengleich mitzutheilenden Eigenschaften schließen; daß es Kupfervitriol war, machtdie Etymologie des Namens wahrscheinlich, wonach das gemeinte Präparatin irgend einer Beziehung zu Kupfer stehen mußte. Dioskvrides sagt,Chalkanthum sei zwar immer dasselbe, insofern es eine eingedickte Flüssigkeitsei, aber es gebe doch drei verschiedene Arten. Eine entstehe aus der Feuch-tigkeit, welche tropfenweise in einige Gruben sickere, und werde von denen,welche die cyprischen Bergwerke bearbeiten, Stalaktis genannt. Eine anderestehe wie ein Sumpf in Höhlen, und gewinne Zusammenhang, wenn sie inausgehöhlte Behälter gebracht worden sei. Die dritte, welche man gesotte-nes Chalkanthum (^«^xKr'Aov kgoAov) nenne, werde in Spanien be-reitet, und sei zwar von schöner Farbe, aber schwach an (medicinischen)Kräften; man siede die Auflösung und lasse sie dann in Behältern stehen;das Chalkanthum werde hier fest, und man theile es in würfliche Stücke,welche unter sich verwachsen seien. Für das beste halte man, was blau,schwer, dicht und durchscheinend sei. Das gesottene (eisenhaltigere?) werdefür besser zum Schwarzsärben gehalten, habe aber nach der Erfahrung we-niger Heilkräfte. Unter diesen wird namentlich die brechenerregende Wirkunggenannt. Da wo Dioskvrides vom Grünspan (rog) spricht, verwechselter offenbar auch Kupfervitriol damit; er sagt, daß zwei Arten des ersteren