Band 
Vierter Theil.
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Kupfer.

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auch in den Cpprischen Bergwerken entstehen sollen, eine, welche auf Mine-ralien ausblühe, die Kupfer enthalten, und eine andere, die bei großer Hitzeaus einer Grube aussickere. — In einer neueren historischen Schrift findetMan angegeben, nach D i o s k o r i d e s und P l i n i u s habe man auch Grün-span bereitet durch Erhitzen von Kupfer mit Schwefel und durch die Ein-wirkung der Feuchtigkeit auf das entstehende Product; von keinem der ge-nannten Schriftsteller ist mir indeß eine solche Angabe bekannt.— Pliniussagt, die Griechen nennen clislcainlmm, was bei den Römern atrsmenlnmKuwrium heiße. Es werde in Spanien aus Grubenwassern gesotten; dieFlüssigkeit schöpfe man in hölzerne Behälter, in welche, von darüber liegen-den Querhölzern herab, durch Steine angespannte Stricke hängen, an welchedas strameatnm sich traubig anhange (vergl. Theil III, Seite 64). Es ent-stehe auf verschiedene Weise, indem man in eine Art von Erde GrubenMache, an deren Wandungen es im Winter als Stalaktiten sich anhange,»der in Höhlungen von Gesteinen, durch den Einfluß des Regenwassers undder Kalte, oder es werde nach Art des Salzes bereitet, durch die Sonnen-hitze. Also gab es zwei Arten, fossiles (aus dem vitriolhaltigen Wasser durchKalte auskrystallisirtes) und künstliches (durch Abdampfen gewonnenes). Jeblasser es von Farbe sei, um so schlechter (zum medicinischen Gebrauch?) seies; in der Heilkunst finde man vorzüglich das cyprische bewahrt. Das waralso wohl im Allgemeinen kupfer- und eisenhaltiger Vitriol, durch die Zer-setzung von Kupferkies entstanden.

Geber spricht von dem Vitriol aus Eypern (z. B. in der Theil III,Seite 226 mitgetheilten Stelle), der also wohl blauer Vitriol gewesen ist.3n den Uebersetzungen seiner Schriften werden auch cnpeross und vitriolumKomanum genannt, aber ohne zureichende Beschreibung, daß man eineMuthmaßung über die Bedeutung dieser Worte wagen dürste; das erste be-deutet wahrscheinlich manchmal auch Grünspan. Basilius Valentinusspricht viel vom blauen Vitriol, den er durch Umkrystallisiren reinigen lehrte(»der beste Vitriol ist der, so in Ungarn gebrochen wird, eines sehr hohenGrades an Farbe, nicht sehr ungleich einem schönen blauen Saphyr; je öfterbrrselbig «olvirt und coa^ullrt wird, je öfter erhöhet er sich in seiner An-schauung in die allerreinste Färb«, sagt er in seinem letzten Testament, undw seinen Schlußreden: »Man nimmt guten Ungrischen Vitriol und «olvirtchu mit llistillirtem Wasser, und cnagnlirt ihn wieder, crystallirt, repetitnrlluingnie« sie munde purAstur, alsdcnn seynd die 8alia, Alaun und