171
Kupfer.
die Trostsprüche, die in alchemistischen Schriften des Mittelalters, und selbstNoch von Becher, angeführt werden: »Wer da kennt Llsrtis und VenerisSchlack', der kann füllen Beutel und Sack«, oder: »tzui no,i lodorst inNeuere et Ularte, est «tultus in arte« und ähnliche. — Agricola be-schreibt in seiner Schrift cke re inetsilics die Darstellung des Kupfervitriolsbei der des Eisenvitriols und des Alauns, ohne die beiden ersteren als we-sentlich verschieden anzusehen, und auch in seiner Abhandlung cle nstnrsk>ssilium unterscheidet er nur verschieden gefärbte, nicht aber wesentlich ver-schiedne Vitriole: (»trsmentum) ant csnllilliim, sut psililluin, out virilli^aut rsernieum est, ae guonism I,i coIoro8 moilo 8sturi snut, mollo ,Ii-luti, mnltse IN SIS ckikkerentise sunt. Den Kupfervitriol im Kleinen dar-zustellen, wurden erst spat Vorschriften gegeben. Van Helmont in sei-nem Tractat Iitl>io8i (1644) schrieb vor, Kupfer mit Schwefel stark zuerhitzen und mit Regenwasser zu behandeln, Glaub er in seinen kurni«»0VI8 plülosoplricis (1648), Kupfer mit Schwefelsaure zu kochen (er sagt,Man könne aus Eisen und Kupfer auch Vitriol durch gemeinen Schwefel»nach van Helmont's Methode) machen, allein es sei mühsamer). Stahlbemerkte in seiner Betrachtung von den Salzen (1723), daß aus salpeter-saucer Kupfersolution, welcher Schwefelsäure zugesetzt wird, Kupfervitriolanschießt.
Den Kupfersalmiak oder das cuprum gmmonigcsle lehrte zuerstStisser zu Helmstadt in einenv Lpecililine recunclo actorum I^boratoriieliemici 1693 aus Kupfervitriolauflösung und Salmiakgeist als ein srcAmimvpilepticiim darstellen.
Boyle (Lxpei-imenta et odservstiones pli^sicse, 1690) kannte be-reits die Krystalle, welche aus einer Auflösung von Kupfer in Salzsäure sichbilden und in Weingeist löslich sind. Außer diesem wasserhaltigen Kupfer-chlorid war ihm auch das Kupferchlorür bekannt; in seinen Lonsillerstinnsau<1 expeeimeut» »6out tiie oeiglii ok guolities snck form« (1664) be-schreibt er die Einwirkung in der Hitze von Quecksilbersublimat auf metalli-sches Kupfer, wie dieses zu einer brüchigen Masse zerfressen wird, welche erMit Benzoeharz vergleicht, und von der er beobachtete, daß sie an der Lust8rün wird. Sonst verglich auch Boyle den so entstehenden Körper mitHarz oder Gummi; er kannte auch seine Schmelzbarkeit. Das so bereiteteKupferchlorür wurde seitdem als resin» cupri oder cuxrum AumniLtosum,