Band 
Vierter Theil.
Seite
174
JPEG-Download
 

174

Geschichte der einzelnen schweren Metalle.

Änlich»» >>e,r innert, daß bei den Alchemisten des Mittelalters als Quecksilber derjenigem,hypothetische Bestandtheil der Körper bezeichnet wurde, welcher in der Hitzeunverändert sich verflüchtige; in diesem Sinne wird bei RaymundLullder Weingeist argentum viv»,» vegetssiile, und das bei der Destillationvon faulem Urin gewonnene flüchtige Laugensalz mercurins animslis ge-nannt, und in demselben Sinne sagt Basilius Valentinus in seiner»Wiederholung des großen Steins der uralten Weisen«: »Es sind vielerleiArten des Quecksilbers; der mercurins aus dem animalischen und vegeta-bilischen ist nur ein kumus oder Rauch, unbegreifliches Wesen, es werdedann solcher Rauch gefangen und zum Oehl gebracht« scondensirt). —Was hier noch nähere Angaben verlangt, sind besonders die Ansichten überdie chemische Natur des Quecksilbers und die verschiedenen Methoden, es reindarzustellen.

Angab,» »b„ Jsidorus, im Anfang des 7. Jahrhunderts, handelt in seinen XX.l-^ch-nnsch, N 7 ,ur° 0 " 8 '"^iii das Quecksilber mit dem Silber zusammen ab. Geber im 8-!»ff,a>,n. Jahrhundert spricht über das Quecksilber und seine Reinigung an verschie-denen Stellen seiner 8umma perlectionis msgisterü. Er sagt im All-gemeinen: Argentum vivum, gnocl et iVlercurius appeilatur, anti^uorumusu, est agua viscosa in visceritms terrae, susistantise subtilis, albaeterreae per calorem temperstissimum unita total! unione per minim»,^uousgue tiumiclum temperetur s sicco, et siccum ab siumilto aegua-liter. lcleogue lugit supersiciem planam <le sscili propter suse aguaesiumickitstem.-iXon susimergitur aliguoä metallorum in Nsrcurio,

iiisi 8ol (das Gold). Zur Reinigung des Quecksilbers schreibt Geber dieDestillation (oder Sublimation, wie die Operation in den lateinischen Ueber-setzungen seiner Schriften bezeichnet ist) vor: iXunc totam intentionem sub-limationis argenti vivi cleterminemus. last ergo completa summa illiusäepuratio terreitatis et remotin sgueitstis illius. Geber giebt den Rath,das Quecksilber über Marmor oder Glas oder Salz, am besten aber überKalk abzuziehen; er wußte bereits, daß bei Zusatz von Zinn oder Blei dasQuecksilber unrein übecdestillirt, so daß sich an ihm eine schwarze Haut bildet:Xd istis (marmore, vitro etc.) iimmlatur sargen tu m vivum), alt sliis vero,cum guibus convenit, non munclatur seil potius corrumpitur, guia sul-psiureitatem l>alicnt omnis talis, guae ascenäens cum eo in sulolimationeipsuin corrnmpit. I.t in sioe experientiam vieles, guia si snblimas illnäa stsnno vel plumlio, ipsuin post susilimationem inlectum conspicies