Band 
Vierter Theil.
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Silber.

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üistorig nsilirsi ^ inorsl 3e las Inllias (1590). — Der Zusatz von Silber,schwefelsaurem Kupfer und Eisen (geröstetem Kies, Magistrat) wahrend derAmalgamation scheint schon bei dem ältesten mexikanischen Verfahren statt-gefunden zu haben; Eisen zuzusetzen, wodurch einem größeren Verlust anQuecksilber vorgebeugt werde, rieth zuerst ein peruvianischer Bergmann,

Earlvs Eorso de Leca, 1586. In Europa wurde das Amalgama-tionsversahren zuerst durch den österreichischen Bergrakh von Born ein-geführt; die ersten Versuche stellte er 1780 bis 1785 zu Schemnitz in Un-garn an. — Ueber die verschiedenen Vorschlage, aus Ehlorstlber reinesSilber darzustellen, vergl. unten die Geschichte des ersteren Körpers.

Von den in Wasser löslichen Silbersalzen wurde früher hauptsächlich R--

das salpetersaure beachtet. Die im 15. Jahrhundert von Paul Eck ge-schriebene Llsvis pliilosopiiol-um erwähnt bereits der baumförmigen Aus-wüchse, welche sich zeigen, wenn Quecksilber mit salpetersaurer Silbersolu-tion zusammen ist; derselben Erscheinung, welche nachher als srllor vignae,Silberbaum, bezeichnet wurde, gedenkt Porta in seiner iVIsAia nsturslis(1567). Diese Präcipitation des Silbers mit Quecksilber kannte auch Boyle(nach seiner Abhandlung ol tlle meclignic.il cguses ok cllemic»! precipita-tion, 1675, und mehreren seiner anderen Schriften) sehr gut, ebenso diemit Kupfer, deren schon Basilius Valentinus (vergl. Theil II, Seite292) und als einer bekannten Sache Kunkel (in seinem illslloratorio cll^'-mico) erwähnt. — Ueber die Reaction zwischen Silberlösung und Salzsäurevergl. unten bei Chlorsilber. — Daß flüchtiges Alkali den Niederschlag, wel-chen es mit Silberlösung giebt, wieder auflöst, erwähnt Glaub er mehr-mals in seinen burnis novis pllilosoplliciä (1648); er kannte auch bereitsdie Krystalle, welche aus der mit flüchtigem Alkali übersättigten Lösung desSilbers in Salpetersäure anschießen (das salpetersaure und Silberoxyd-Ammoniak), und die er als ein vitriolum iunae (silberhaltiges Metallsalz) be-zeichnete. Auf die Löslichkeit des durch flüchtiges Alkali in einer Silbersolu-tion entstehenden Niederschlages in einem Ueberschuß des Fällungsmittelsmachte später (1745) wieder Marggraf aufmerksam. — Der Letzterezeigte auch (1746), daß das Silber mit vegetabilischen Säuren verbundenwerden könne, woran man bisher, wegen der Unlöslichkeit des Silbers insolchen Säuren, vielfach gezweifelt hatte (noch 1732 hatte Boerhaveals unterscheidendes Kennzeichen der vegetabilischen und der mineralischenSäuren angegeben, daß nur die letzteren sich mit Gold, Silber und Queck-