200 Geschichte der einzelnen schweren Metalle.
selber direct verbinden); Marggraf's Vorschrift war, den Niederschlagaus Silbecsolution durch Alkali mit den Pflanzensäuren zusammenzubringen.
Das salpetersaure Silberoxyd im krystallisirten Zustande darzustellen,lehrte schon Geber; er sagt in seiner Schrift de ioventioae veritstis:Dissolve Umnam (Silber) calcinatam in agoa «lissolutiva (Salpetersäure,vergl. Theil III, Seite 228), guo fscto, cogrie eam in pti^als cum longorolln, non olitnrsto ori per cliem solum, nsizne goo coasumetur »<lesus tertism partem agnae, guo perscto poue in loco lri^iclo, et <le-venient lapilli a«l morlum cristalli knsiliiles. — Albertus Magnus,in seiner Schrift Kompositum tle compositis, wußte, daß die Auflösungdes Silbers in Salpetersaure die Haut dauernd schwarz färbt (tingit cutemliominis ni^ro colore et «lillienlter moliili). Unter den Jatrochemikernlenkte die Aufmerksamkeit auf das salpetersaure Silber zuerst, gegen dieMitte des l7. Jahrhunderts, Angelus Sala, in seiner 8eptem plane-tarum terrestrium spa^vriea recensio ; dieses Salz heißt bei ihm Li-)'stgilivianae oder matzisterium srKenti, und er lehrte bereits durch Schmelzenden sogenannten Höllenstein daraus bereiten. Oft auch wurde dieses Salzim krystallisirten Zustande als Silbervitriol bezeichnet (Lr^staux d'arZeutsppeler Vitriol äe luine heißt es bei N. Lemery, Vitriolum 31-Aentibei Boerhave).
Schwefelsaures Silberoxyd in Auflösung stellte Glauber dar; inseinen Kurnis novis ptiilosopdiois (1648) sagt er: »8o1vire klssursmImuae mit einem rectiOoirten Oleo vitrioli, mit Zuthun Wassers, dochnicht so viel als bei dem klarte und Veuere geschehen. Oder, welches nochbesser ist, solvire einen Oalcem I^unse, welche aus dem ^<zus korti ent-weder mit Kupfer oder mit Saltzwasser praecipiüret ist.» Boyle, nachseinen (ionsiderations , 10 <! Experiments toucliinA tlie orißin os giislitiesand lorms, wußte, daß das Wtriolöl mit Silbersolution einen Niederschlaggiebt, welchen er, seiner Schmelzbarkeit wegen, mit dem Hornsilber ver-glich. Kunkel zeigte in seinem I^almratorio ck^mico, daß zur Auflö-sung des Silbers in Vitriolöl Hitze angewandt werden muß; von demNiederschlage, welchen Vitriolöl mit salpetersaurer Silbersolution hervor-bringt, meinte er, es sei eigentlich keine Präcipitation, sondern eine Coagu-lation, denn der entstehende Körper löse sich in Wasser.