202
Geschichte der einzelnen schweren Metalle.
Valentinus in seinen »Handgriffen«: »gemein Saltz schlägt nieder dasI>« (Silber; vergl. die vollständige Stelle im II. Theile, Seite 292). Inderselben Schrift spricht er von einem »reinen geschiedenen Silberkalk, dermit reinem Saltz niedergeschlagen, und wieder wohl ausgesüsset, auch ganztrucken worden sei«; auch von einem Körper, welcher aus Silber, Salpeter-säure und Kochsalz, das mit Kalk geglüht worden, erlangt werden soll,und welchen man so erhitzen soll, »daß die msteris im Glaß wohl fließe;dann nimms aus, so ist die l.uus schön, durchsichtig und blaulecht, wieeine ultramarin«. — Deutlich handelt über den Niederschlag, welchenKochsalzwasser mit Silberlösung hervorbringt, Libavius in seiner ^Icii^-mis (1595): Lolutio (argenti) lleLCenllitur in Irunc moclum; 8extuplumsguse calillse, in gua momentnm sali« «it zolutum, in vas cupreumpiliAueäine nvn iukectum iumitte. /Illuncle aguam solutionis sr^enti;commisce cum ligueo Oacillo, et ggua vesioulss Leu Mullas estcit, ar-Aentum vero ciescenclit instar vermiculorum cssei minutorum. Lineguiescere per lliem meclium, sut smplius, et cnlligitur srg;entum colo-
ri« coerulei, instar seri lacti«.-Lalcem sr^enti (its eirim vocant
e conLueto) lavs aezua clulei tepilla aliguoties, ut adsceelat scrimonia;
sicca in levi conclis; ea est calx lunae.-l^ota guoä «oleat etiam
eirea kunäum legerere illa calx instar nukeculae, vel pelliculae, <zusmpo8sis eximere eocllleari. — Sonst hieß diese Substanz damals auchlac arAenti, Silbermilch; ihrer Schmelzbarkeit erwähnt Porta in seiner)Iagis naturaÜL (1567). Als I^una cornea, Hornsilber, wurde das ge-schmolzene Chlorsilber zuerst von Croll in dessen Labiles cll/mica (1608)bezeichnet. Seiner Löslichkeit in Ammoniak erwähnt Glauber in seinenkurniL novi8 pl>ilo8op6ici8 (1648): »Man kann dieselbe» (Silbersolution)»mit Saltzwasser niederschlagen, absüfsen und trucknen, giebt einen csicem,welcher mit gelindem Fewer schmeltzet, einer sonderbahren Eigenschaft, der sichin Lpiritu uriuae, salis armouiaci, coruu cervi, Lucciui, kulitzinis etcspillorum gern auf-solviren und in gute Neclicameuta bereiten läßt«. —In der eben genannten Schrift sagt er, man könne diesen Niederschlag re-duciern, wenn man ihn mit lixivin Lall« tartsri koche, abdunste und
man ein wenig ))-- (Silber) »darinnen soiviret, als zum Lxempel: ein halboder ganz Quintlein in einer Untzen Wasser, so kann man sehen, welchesam meisten vom weißen Kalk fallen läßt, dasselbe hat am meisten Salz».