Band 
Vierter Theil.
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204
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204 Geschichte der einzelnen schweren Metalle.

Zustande, als ssl volstile uriuse, erhalten werden könne, also kohlensaureswar) »und zwischen demselben, den man mit csice vivs oder Asche macht,noch ein großer Unterschied sei, denn dieser letztere kann das Silber zumkeimen prsecipitiren, wenn es nemlich in rechter Proportion bei einanderist, sonst hat es keine Noth, und geschicht selten, doch hat man sich davorzu hüten--. — Berthollet lehrte spater (1788) die Darstellung des nachihm benannten Knallsilbers kennen, und Higgins entdeckte (1795), daßsich aus der Lösung des Silberoxyds,in Ammoniak Krystalle absetzen, welcheer als das reine Knallsilber betrachtete.

Es wurde im II. Theile, Seite 93, auf das Rothgültigerz (welches un-ter diesem Namen schon bei Basilius Valentinus erwähnt wird) alsein Mineral hingewiesen, in Beziehung auf welches schon früh Beob-achtungen gemacht wurden, daß bei gleichbleibender Krystallgestalt die chemi-sche Zusammensetzung variiren kann; hier habe ich die näheren Angaben dar-über nachzutragen. Wie schon Henckel und Cronstedt behauptet hatten,dieses Mineral enthalte stets Arsenik als einen wesentlichen Bestandtheil, sogab auch Scopoli (1772) Silber, Schwefel, Arsenik und Eisen als seineZusammensetzung an. Richtiger bestimmte Berg man als wesentliche Be-standtheile Silber, Arsenik und Schwefel. Diese Zusammensetzung wurdelängere Zeit als die richtige angenommen, bis in dem letzten Decennium desvorigen Jahrhunderts sehr verschiedene Resultate darüber erlangt wurden,ob in dem Rothgültigerz neben Silber und Schwefel Arsenik oder Antimonenthalten sei; das letztere behaupteten Westrumb (1792), Klaproth (1795)und Vauquelin (1798), das erstere der österreichische Bergrath I. B-Heim (1792), Lowitz (1794) und Lampadius (1796). Proustmachte zuerst (1804) daraus aufmerksam, daß es zwei verschiedene Speciesdieser Mineralgattung gebe, wovon die eine Antimon, die andere Arsenikenthalte; doch wurde jetzt von den Meisten Antimon, und nicht Arsenik,für einen wesentlichen Bestandtheil gehalten.— Klaproth und Vauque-lin glaubten, daß das Rothgültigerz Sauerstoff (Antimonoxyd) enthalte;Bonsdorff widerlegte dies 1821, und bestimmte es als aus Schwefel-antimon und Schwefelsilber bestehend. Werner hatte schon das in Redestehende Mineral nach seinen äußeren Kennzeichen in lichtes und dunklesRothgültigerz eingetheilt; 1827 machte Fuchs wieder auf den Arsengehaltmehrerer hierher gehöriger Mineralien aufmerksam, worauf Breithaupt