Gold.
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Erbtheil seinem Sohne hinterlassen, welcher dann der einzige Goldscheiderzu Paris gewesen sei. Dem letzteren kaufte der Pariser Münzhof spater dasGeheimniß dieser Kunst ab. Zu derselben Zeit ungefähr, wo dies geschehensein mag, beschrieb Biringuccio diese Scheidung in seiner kiroteclmi»(1540), und Agricola ließ sie durch seine Schrift <Ie re EwIIIcs (1546)in Deutschland bekannter werden (vergl. Theil II, Seite 54). Brandt be-hauptete 1748 in den Schriften der Stockholmer Akademie, bei der Einwir-kung von Scheidewasser auf eine sehr silberreiche Legirung löse sich Gold mitdem Silber auf. — Agricola sagt in seiner Schrift cle re metsllics vonder Zusammensetzung des Wassers, womit man Gold und Silber scheide:In oinnibu« lere conipositionibu« inest strsinentuin «utorium (Vitriol)vel slumen, gucxl sols per se, msgis tsmen euin Iislinitro (Salpeter)oonjuncts vslesnt gck sepsrsnilum sr^entuin ob suro. Hiernach könnteMan glauben, und es ist auch behauptet worden, daß Agricola außerder Anwendung des Scheidewassers auch die der Schwefelsaure zur Schei-dung des Goldes und Silbers gekannt habe. Aber dies ist doch zweifelhaft,weil alle Beschreibungen der Scheidung sich auf die Anwendung der Sal-petersäure beziehrn; auch bedeutet sgu» ex strsmento sutorio bei Agri-cola nicht Schwefelsäure, sondern (mit Vitriol bereitetes) Scheidewasser.Es wird auch behauptet, Kunkel habe in seinem I^borstorio eti/micodie Schwefelsäure als ein Scheidungsmittel für Gold und Silber genannt;ich habe in diesem Werke eine solche Angabe nicht auffinden kännen, wohlaber mehrere Vorschriften, Goldkalk mit Vitriolöl zu vereinigen, und EineAussage, das Vitriolöl löse für sich das Gold nicht auf. Auf das letztereMachte auch Brandt 1748 aufmerksam. Scheffer, welcher in denSchriften der Stockholmer Akademie für 1752 und 1753 zwei Abhandlun-gen über die Geschichte der Metallscheidung veröffentlichte, sagt in der letz-teren: »Die Vitriol- oder Schwefelsäure löset das Silber ebenfalls auf, wennkein Wasser darunter ist, aber das Gold rühret sie nicht im geringsten an,sd, daß Silber und Gold sich auch dadurch vollkommen von einander son-dern lassen. Aber eine solche Vitriolsäure ist viel kostbarer als die Salpeter-säure, und deßwegen ist es nicht nützlich, sie zu dieser Absicht zu brauchen,da es andere giebt, die weniger kosten.« D'Arcet führte 1802 die Schei-dung des Goldes von Silber mittelst Schwefelsäure in die Praxis ein. —3ur Scheidung einer goldreichen Legirung Königswasser (»spiikum sslis, mitgemeinem Salpeter, den man darin zergehen läßt, gestärket«, oder Salpeter-