Band 
Vierter Theil.
Seite
208
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208 Geschichte der einzelnen schweren Metalle.

säure mit Salmiak vermischt) anzuwenden, rühmte als ein ganz neues Ver-fahren Glaub er in seinen kurnis novis plillosopliicis (1648). — AufAbscheidung des in dem cursirenden Silber enthaltenen Goldes berührte viel-leicht Becher's Vorschlag, Gold durch Bearbeitung von Meersand undvielem Silber künstlich zu erzeugen (vergl. Theil I, Seite 178), in welchemFalle also schon früh nach dem Ziele hingearbeitet worden wäre, welches jetztglücklich erreicht wird.

Der Vergoldung wird schon von Moses erwähnt; doch bestand da-mals diese Kunst ohne Zweifel nur in dem Belegen mit dünn geschlagenemGolde. Zu Plinius' Zeiten kannte man die Vergoldung von Marmorund Holz durch Aufkleben von Goldblättchen und auch die von Metallen(namentlich Kupfer) mittelst Quecksilber. Doch sind die Nachrichten, welchePlinius in letzterer Beziehung giebt, unvollständig; namentlich spricht ernicht von dem Erhitzen nach dem Auftragen des amalgamirten Goldes, wasohne Zweifel geschah, und worauf sich auch wohl die Aussage bezieht, beisolchen Körpern, die man nicht erhitzen könne, lege man das Gold mittelstEiweiß auf (marmori et iis, csmlelieri N0II possunt, ovi csndisto

ililliitur ssurumj. — — insursri arAento vivo, sut certe bvkirsr-

ß^ro, le^iiiimiin eist.-iXsmgue ses crucistur in prlmis, sccen-

snmgue restinAnitur ssle, sceto, slumiae. kostes exsrenatur, sn sstis re-coctum sit, splenckore lleprebenclente; iterumgne exbslstnr iZni, utpoxsit sclomitum, mixtis pumice, slumino, argento vivo inclnctss »ccipeiessnri) drscless).

Zu Herodot's Zeit (in dem 5. Jahrhundert vor Chr.) war in Gcie-"chenland der Werth eines bestimmten Gewichts Gold gleich dem des sechs-zehnfachen Gewichts Silber. Der Werth des Goldes verringerte sich, wegender Menge Gold, welche von Persien aus nach Griechenland kam, so daßder Werth des Goldes nur das Zwölf- bis Zehnfache von dem des Silberswar. Der Werth des Goldes erhöhte sich wieder, als nach der Entdeckungvon Amerika große Mengen Silber nach Europa kamen, so daß Ein Ge-wichtstheil Gold mit 14 bis 141/2 Gewichtstheilen Silber gleichwerthigwurde.

Die Auflösung des Goldes findet sich zuerst bei den arabischen Alche-misten erwähnt (daß die Alten das Gold als durch Säuren unveränderlich be-trachteten, wurde Seite 205 erwähnt); Geber wußte, daß das Königswasser