Band 
Vierter Theil.
Seite
216
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Löslichkcit des

216 Geschichte der einzelnen schweren Metalle.

giston bestehe, auf das Knallgold, die Verbindung aus Golderde und flüch-tigem Alkali, welches letztere aus verdorbener Lust (Stickgas) und Phlo-giston zusammengesetzt sei. Die Golderde zerlege die Warme und verbindesich mit dem Phlogiston der letzteren zu metallischem Golde; die frei wer-dende Feuerlust vereinige sich mit dem Phlogiston des flüchtigen Alkali's,und bilde damit Warme und Licht; die verdorbene Lust des flüchtigen Al-kali's werde frei. Er sagt noch: »ich glaube auch, daß bei dem Knallgoldemehr Alkali volatile vorhanden, als von der Feuerlust zerstöhret werdenkann«.

Die Ansicht von Bergman und Scheele über die Zusammensetzungdes Knallgoldes wurde von den Antiphlogistikern, in ihre Sprache übersetzt,angenommen; schon bei der ersten Aufstellung der antiphlogistischen Nomen-clatur (1787) wurde dies Präparat als oxllle ll'or ammaniacal bezeichnet.Die anderen Resultate von Bergman's und Scheele's Untersuchungenhier mitzutheilen, erscheint um so unnöthiger, als sie noch jetzt in den voll-ständigeren Lehrbüchern der Chemie angeführt werden; ebenso wenig ist hieraus die neuere Untersuchung Dumas' (1830) und die von diesem Ge-lehrten ausgesprochenen Ansichten über die Constitution des Knallgoldeseinzugehen.

Daß bei dem Fallen der Goldsolution mit überschüssigem Ammoniaksich Gold auflöst, wurde durch Marggraf (1715) bekannt.

Glauber sagt in seinem Tractat <1e uatm-a ssllvm (1658), seinmirabilo (schwefelsaures Natron) solvire (in der Hitze) alle Metalle, undauch die Kohlen. Es ist wahrscheinlich, daß er es erst mit Kohle behan-delte, also Schwefelleber darstellte, und daß er in dieser auch das Gold auf-löste; was er in dieser Schrift als vitriolu», 8olis, s.il anroiiin mirillcimoder iiljnorem .-mrilicnm bezeichnet, scheint eine Auflösung des Goldes inSchwefelleber gewesen zu sein. Bestimmt kannte diese Stahl, dessen Obser-vationes <:1, vinico-pli^sico-moclic.ae von 1698 die Behauptung enthalten,Moses habe das güldene Kalb mit Alkali und Schwefel verbrannt, und esin der Auflösung dieser goldhaltenden Schwefelleber den Jsraeliten zu trin-ken gegeben.

Die Alchemisten setzten jederzeit das Gold mit rother Färbung in Be-ziehung; das Gold sei t'mcturs rubelliliis, meint Geber, und Basilius