Band 
Vierter Theil.
Seite
219
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Gold.

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iiguore .Invis praecipitationem, sulpiiur ejux 6x,iii> eleganter extraver- Rubmgla« und

titur). Schon früher (1684) schrieb Joh. Christ. Orschall (welcher eineZeitlang in hessischen Diensten als Bergbeamter stand und vielerlei Schick-sale hatte) in seinem Trackat: »8ol «ine veste oder dreißig Experiment»dem Gold seinen Purpur auszuziehen«, daß er von Cassius gelernt habe,das Gold mit dem Zinn niederzuschlagen, und daß dieser mit dem dadurchgefärbten Rubinglas gehandelt habe.

Schon vor der Veröffentlichung dieser Schriften scheint sich KunkelMit der Färbung des Glases durch Gold beschäftigt zu haben. In seinervitrsri» (welche zuerst 1679 erschien) sagt er: »Ich kann das feinsteRoth machen, weil es mir aber gar viel Zeit, Mühe und Arbeit gekostetund eine sehr rare Sache ist, also wird es mich niemand verdenken, daßich es für diesmal nicht gemein mache«. Zu derselben Zeit (1679) trat erin die Dienste des Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg, welchersich für die Anfertigung des Rubinglases so sehr interessirte, daß er 1600Dukaten zu dieser Arbeit hergab. In der That verfertigte Kunkel nunauch viel davon, und erzählt in seinem vaborstorio clivmico viele Specia-litäten darüber, von einzelnen dargestellten Gefäßen u. s. w. Ueber denAntheil, welchen er an der Erfindung hat, sagt er: »Es war ein voctor^leckicinse , mit Namen Cassius, der erfand die pr»ecipit»tionen> 8oliscum .lovo, worzu vielleicht Glaub er mag Anlaß gegeben haben, solchesstelle ich dahin. Dieser jetzt bemeldte voctor Cassius versuchte es insGlaß zu bringen, wenn er es aber wollte in ein Glaß kormiren, oder wennes aus dem Feuer kam, war es klar wie ein ander Krystall, und konnte eszu keiner beständigen Rothe bringen. Er mag aber dieses, als ein curioserMann, bei den Glaß-Lampen-Blasern observiret haben, daß offt durchiU»i»xirung in der Flammen der Lampen eine tiouieur anders wird, als siesonst ist, derowegen er solches auch versuchen wollen, und also die schönste^u6io-6uule»r gewahret worden. Als ich dieses erfuhr, legte ich alsofortHand an, aber was ich vor Mühe batte, die tiompositio» zu treffen undzu finden, und wie man es beständig roth kriegen sollte, weiß ich am besten.«

Uebrigens ist die von Mehreren ausgesprochene Behauptung unrichtig,

Kunkel habe nicht selbst angegeben, mit welchem Goldpräparat er dasGlas färbe. Denn in dem (freilich erst nach seinem Tode publicirten, aberdoch offenbar von ihm für den Druck ausgearbeiteten) v»6or»tor,'o cliv-m-co sagt er, wo er von dem Zinn handelt, dessen Auflösung in Königs-