Band 
Vierter Theil.
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Platin.

psulunr canllore var!»tc>s, gniiius eaäeni Aravitas guse anno, et iiien in Plann,

cslstllis (Waschkörben), in <p>i6n8 surunr coll!»itur, reinsnent cum eo« ;pvstea caminis separsntur, conllatiguo in siiium plunrduna resolvuntur *).

Es kann einige Entschuldigung finden, wenn ein Historiker bei der Benutzungälterer Schriften vielleicht einmal eine falsche Folgerung aus einer Stellerieht, weil er diese nicht in dem ganz vollständigen Zusammenhang aufge-faßt hat, aber es ist doch etwas leichtsinnig, wenn man (wie dies geschehenist) die oben mit Anführungszeichen abgegrenzte Stelle anführt, um zu be-weisen, die Alten haben das Platin gekannt; wenn man sagt, nur Platinkönne der Körper sein, welchem hier gleiches specifisches Gewicht wie demGolde zugeschrieben werde. Es ist leichtsinnig, diese Behauptung aufzu-stellen, weil die oberflächlichste wie die gründlichste Betrachtung zeigt, daßPlinius hier nur sagen wollte, das Zinnerz setze sich wie Gold, und wennes mit diesem zusammen vorkomme, mit diesem, bei dem Waschen ab; un-verantwortlich ist es aber, die gleich nachfolgende Aussage Plinius' (welchejene Behauptung von vornherein widerlegt): man schmelze dieses vermeint-liche Platin in Oefen zu Zinn, zu übersehen oder zu verschweigen. Leicht-sinnig ist es auch, eine ungefähre Angabe Plinius' über die Schwere einesKörpers für eine Dichtigkeitsbestimmung, aus der sich etwas folgern lasse,

?u halten; welche Kenntnisse Plinius über das specifische Gewicht der Me-talle, und des Goldes namentlich, hatte, geht genügend daraus hervor, daßer dem Blei eine größere Schwere als dem Golde zuschrieb (i»ec ponäere,aut sgcilitate msterise svergl. Seite 205), prselstnin est ssurum) cotorisMetslli8, gunm ckchit per »trmrxpie pluinbo, sagt er bei der Untersuchung,weshalb man das Gold so hoch schätze).

^ So sehr alt ist also die Bekanntschaft des Platins, nach unserem jetzt- s,,,nn,nißgen Wissen, nicht. Aber im 16. Jahrhundert scheint man es doch schonbeachtet zu haben./ Julius Cäsar Scaligec (welcher 1558 starb) be-

") koste» separsntur, eaminisguo conllati in slbum piumbuin resolvuntur, nacheiner andern und, wie Schubarth zuerst erinnert hat, wohl richtigerenLesart. Dieser Gelehrte hat gegen die Ansicht, den Alten sei das Platinunter der Bezeichnung als plumbum slduin bekannt gewesen, dieselben Gründegeltend gemacht, welche oben angeführt sind. In der Uebereinstimmung sei-nes Urtheils mit meiner Widerlegung scheint mir eine Bestätigung der Rich-tigkeit derselben zu liegen, und ich lasse sie hier stehen, wie ich sie früher,unabhängig von Schubarth's Arbeit, niederschrieb.