Band 
Vierter Theil.
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Platin.

Losung durch Quecksilber gefällt werde; er gab an, daß es für sich in dem ^s,>,nn„nß »,«stärksten Ofenfeuer unschmelzbar, aber mit anderen Metallen legirbar sei,und daß es mit der Beihülfe von Arsenik geschmolzen werden könne. Ererklärte den neuen Körper für ein wahres und edles Metall, und glaubte,seiner Unveränderlichkeit an der Luft wegen eigne er sich vorzüglich zu Spie-geln für Teleskope.^^ In den kbilosoplüc»! 4 ?rsnssotic>lls für 1753wurde eine Reihe von Arbeiten über das Platin von Lewis veröffentlicht,welche übrigens, den dabei gegebenen Nachrichten zufolge, erst im Jahre1754 der ko^ai 8oc!ei.v mitgetheilt wurden; seine Versuche gingen auf dieUnschmelzbarkeit des Platins, sein Verhalten zu Säuren, die Präcipitationseiner Lösung durch flüchtiges Alkali (es ist angegeben, es bilde sich einrothes Pulver, welches bei wiederholter Behandlung mit Wasser sich darinlöslich zeige und einer großen Quantität desselben eine gelbe Farbe mittheile,und welches erhitzt schwärzlich werde) und durch andere Metalle, und seineLegirbarkeit mit anderen Metallen; daß Arsenik es leichtflüssiger macht, er-wähnte er nicht. — In den Schriften der Berliner Akademie für 1757erschien Marggraf's Untersuchung des Platins, welche viele Versuche überdas Verhalten dieses Metalls und seiner Lösung zu einer Menge von Sub-stanzen enthält; ich halte keines der Resultate für bedeutend genug, daß eshier specieller anzuführen sei, mit Ausnahme der für die Analyse wichtiggewordenen, und von Marggraf als sonderbar hervorgehobenen Wahr-nehmung, daß die Platinsolution mit den Laugensalzen im Allgemeineneinen orangegelben Niederschlag gebe, außer mit dem Mineralalkali, mitwelchem vermischt die Auflösung klar bleibe. — Macquer's und Baume' sgemeinschaftliche Abhandlung über das Platin, welche die Schriften der Pa-rser Akademie für 1758 enthalten, brachte nichts Neues, außer daß sichdieses Metall in dem Focus eines starken Brennspiegels schmelzen lasse.

Außerdem enthält diese Abhandlung eine Nachricht, welche erklärt, weshalbdas Platin früher so selten war; die spanische Regierung hatte verboten, esin den Handel zu bringen (die Ursache war, daß das Gold mit verhältniß-wäßig viel Platin versetzt werden kann, ohne daß sich die Farbe bemerklichändert, was zu Verfälschungen benutzt wurde). — Econstedt, welcherin den Schriften der schwedischen Akademie für 1764 einige Versuche überdas Platin veröffentlichte, bestätigte Scheffer's Angabe, daß es durchArsenik schmelzbar werde. — Reichhaltiger an neuen Beobachtungen warBergman's Untersuchung über diesen Gegenstand, welche in den Schrif-