Band 
Vierter Theil.
Seite
226
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226 Geschichte der einzelnen schweren Metalle.

form stark gepreßt werden. Wollaston selbst veröffentlichte sein Verfahrenerst 1828.

Wirkung d-s Pla- H. Davy theilte der Iloval 8ocietv zu London im Januar 1817 mit,

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st°ssg°^-iug,ist-jn Gemengen aus Sauerstvffgas oder atmosphärischer Lust mit Wasser-stoff-, Kohlenoxyd-, ölerzeugendem oder Cyangas oder mit Blausäure-,Weingeist-, Aether- oder Terpenthinöldampf Platindraht (oder Blech), wel-cher, nicht bis zum Glühen erhitzt, hineingethan wird, erglüht, und daßdas Gasgemenge dabei langsam, und in einigen Fällen selbst rasch, ver-brennt; unter den anderen Metallen fand er nur an dem Palladium ähn-liche Wirksamkeit. Erman in Berlin zeigte 1818, daß feiner Platin-draht, um diese Erscheinung in den Gasgemengen hervorzubringen, vorhernur auf 50 bis 51^ erwärmt zu werden braucht. Edmund Davy (Pro-fessor der Chemie in Dublin) entdeckte 1820, daß der Körper, welcher durchFällen einer Platinlösung mit Schwefelwasserstoff, Behandeln des Nieder-schlags mit Salpetersäure, Abdampfen und Kochen des Rückstandes mitAlkohol erhalten wird, mit Weingeist befeuchtet an der Luft unter Verbren-nung des Weingeistes erglüht. Döbereiner *) fand 1822, daß der Rück-stand von der Erhitzung des Platinsalmiaks, schwach erwärmt und mit Alko-hol an der Luft in Berührung gebracht, dieselbe Erscheinung zeigt, und 1823,

") Johann Wolfgang Döbereiner wurde 1780 zu Hof geboren. Er wid-mete sich der Pharmacie, welche er von seinem fünfzehnten Jahre an zuMünchberg erlernte und von 1799 an in Karlsruhe und Straßburg ausübte;an diesen letzteren Orten sludirte er auch mit Eifer die Grundlagen undHülfswiffenschaften der Pharmacie. 1803 unternahm er ein mercantilischesGeschäft, welches er aber 1805 wieder aufgab, um sich ganz dem Studiumder Chemie zu widmen. Für diese Wissenschaft wurde er 1810, nach Gött-ling's Tode, an der Universität Jena zum Professor ernannt, wo er nochwirkt. Von seinen Schriften nennen wir hier: »Elemente der pharma-ceutischen Chemie-- (2te Anst. 1819); »Anfangsgründe der Chemie und Stö-chiometrie-- (3te Aufl. 1826); «Grundriß der allgemeinen Chemie-- (3te Ausi.1826 und Supplenient dazu 1837); »Deutsches Apothekerbuch-- (gemeinschaft-lich mit seinem Sohn Fr. Döbereiner seit 1840); »Zur pneumatischenChemie» (5 Bände, 1821 —1825); »Zur Gährungschemie-- (1822); »Ueberneu entdeckte höchst merkwürdige Eigenschaften des Platins« (1823); »Bei-träge zur physikalischen Chemie- (3 Hefte, 1824— 1836); »Zur Chemie desPlatins« (1836). Außerdem ist er der Verfasser vieler Abhandlungen, die inwissenschaftlichen Zeitschriften, namentlich in Gehlen's und inSchweigger'sJournalen, erschienen.