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Beiträge zur Geschichte der organischen Chemie.
vorzugsweise solche Substanzen, die jetzt als organische bezeichnet werden;in Juncker's Eonspectus ckemise (1730) werden als solche Substanzenneben dem Schwefel die Erdharze, die Pflanzenharze, die vegetabilischenOele, der Kampher, das thierische Fett, die verschiedenen Arten Kohle u. s. w.zusammengestellt. — Auch Boerhave giebt in seinen kllementis cbemise(1732) für die Substanzen, welche die Chemie zu untersuchen habe, nureine Eintheilung nach dem Ursprung, ohne die mineralischen, vegetabilischenund animalischen Substanzen nach einer allgemeinen Verschiedenheit in derZusammensetzung zu trennen. Die vegetabilischen Sauren findet er nur in-sofern von den Mineralsauren unterschieden, als diese letzteren Metalle auf-lösen können, welche von den ersteren nicht angegriffen werden (Gold, Silberund Quecksilber nämlich), und als die vegetabilischen Sauren durch denthierischen Organismus gänzlich umgeändert werden können, die minerali-schen aber nicht. Macquer unterschied in seinem victionnsire cke cti^mie(1778) die mineralischen Substanzen von den organisirten, vegetabili-schen oder animalischen, nach der Zusammensetzung; in allen organischenSubstanzen sei das Phlogiston in der Verbindung zu Oel als näherer Be-standtheil enthalten, in den unorganischen nie. Auch die vegetabilischenSäuren verdanken nach ihm ihre auszeichnenden Eigenschaften einem Ge-halt an ölartigen Bestandtheilen, und er hielt es für wahrscheinlich, daßdie vegetabilischen Säuren in mineralische übergehen würden^, wenn manihnen alles Phlogiston, was als Oel in ihnen enthalten sei, entziehenkönne. Diese Unterscheidung wurde indeß nicht allgemein anerkannt; sobehauptete namentlich Bergman in seiner LcigAi-gpiüa reAiü mineralis(1782), auch in den Mineralien komme das Phlogiston in ölartiger Ver-bindung vor.
Lavoisier unterschied zuerst die organischen Verbindungen der Zusam-mensetzung nach richtiger von den unorganischen. In seinem ele-
Mküitsire cke clümie (1789) gab er als Charakter der vegetabilischen Sub-stanzen an, daß sie aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff bestehen.Er machte im Allgemeinen, und namentlich noch in Beziehung auf dievegetabilischen Säuren, darauf aufmerksam, daß diese drei Elemente in denvegetabilischen Körpern nicht zu denjenigen Substanzen als näheren Bestand-theilen vereinigt seien, welche man durch Einwirkung chemischer Agentiendaraus darstellen könne; in den vegetabilischen Verbindungen sei wederWasser, noch Kohlensäure, noch Oel vorhanden, sondern nur die Elemente