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Beiträge zur Geschichte der organischen Chemie.
lisches Kupfer, um eine etwa gebildete Oxydationsstuse des Stickstoffs wie-der zu zersetzen; er erhitzte erst das Kupfer und das Kupseroxyd, dann dasCyanquecksilber; für das sich entwickelnde Gas bestimmte er das Verhältniß desKohlensaure- zum Stickstoffgehalt. Auf ähnliche Weife suchte er noch 1815das Verhältniß des Kohlenstoffs zum Stickstoff in der Harnsäure zu ermit-teln; er gab damals auch an, wenigstens schon zwei Jahre früher Chevreulmit dem Gebrauche des Kupferoxyds zur Zerlegung vegetabilischer und ani-malischer Substanzen bekannt gemacht zu haben.
Von 1815 an wurde das Kupferoxyd als das gewöhnliche Mittel zurAnalyse der organischen Verbindungen angewandt; seine Vorzüglichkeit zurZerlegung auch solcher Substanzen, die keinen Stickstoff enthalten, zeigtehauptsächlich Döbereiner. Die Zerlegung durch Erhitzen mit Kupferoxydließ Saussure's Versuch, auch die schwer verbrennlichen Körper durchErhitzen in reinem Sauerstoffgas zu analysiren, nicht in allgemeineren Ge-brauch kommen. Wir können hier nicht aus eine Beschreibung der verschie-denen Apparate und Verfahrungsweisen zur Anwendung des Kupferoxydseingehen, welche von jener Zeit bis dahin, wo Liebig der organischenAnalyse den möglichsten Grad von Einfachheit und Sicherheit gab (vergl.Seite 430 f. des 1. Theils), vorgeschlagen und versucht wurden. Hier solltenur gezeigt werden, wie die organische Analyse begründet wurde, und welcherArt die ersten Bestrebungen waren, die den spateren Analystrmethoden alsVorarbeiten dienten.
Einen wichtigen Anhaltspunkt für die organische Analyse gab die Be-. weisführung, daß auch die organischen Verbindungen den stöchiometrischenGesetzen unterworfen sind. Die Anwendung der Stöchiometrie auf dieorganische Chemie verdanken wir Berzelius. Zwar hatte schon Richter(vergl. Theil II, Seite 359 — 366) bewiesen, daß die organischen Säurenbei der Bildung von neutralen Salzen dieselben Gesetze befolgen, wie dieunorganischen, und auch für mehrere der ersteren das Aequivalenkgewicht zubestimmen gesucht, und auch Dalton hatte schon in seinem ldlew Systemnk Lkeimc.'il pliiloscipl,)- (1808) angenommen, die organischen Verbin-dungen seien nach einfachen Multiplen der Atomgewichte der Bestandtheilezusammengesetzt, aber von keiner einzigen solchen Verbindung war die ato-mistischeZusammensetzung genau bekannt. Berzelius zeigte von 1812 an,daß die organischen Verbindungen wirklich nach stöchiometrischen Gesetzen