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Beiträge zur Geschichte der organischen Chemie.
Ar>sich--^lb-, ,di-Doch wurde diese Erkenntniß nicht unmittelbar zur Aufklärung der ratio-
"Ärbin'duA'" Constitution anderer organischer Verbindungen angewandt; im Ge-gentheil verwies man jetzt das Cyan und seine Verbindungen, ungeachtetbisher die Blausäure und ihre Salze immer als organische Verbindungenbetrachtet worden waren, aus der organischen in die unorganische Chemie.— Bald darauf wurde auch auf die Existenz eines anderen zusammenge-setzten Radicals aus Gründen der Analogie geschlossen,- Ampere zeigte1816, daß man für die Ammoniaksalze eine ganz ähnliche Constitution wiefür die Salze von Kali u. s. w. annehmen kann, sobald man zugiebt, daßeine Verbindung von Stickstoff und Wasserstoff (Ammoniak und Wasserstoff)sich wie ein Metall verhalte.
Berzelius selbst ging von seiner früheren Ansicht bald wieder ab.Mit der Ueberzeugung, daß die elektrochemische Theorie die beste Erklärungfür die chemischen Thatsachen biete, mit der Anwendung dieser Theorie,welche alle Verbindungen nothwendig als binäre betrachten muß, auf allechemischen Thatsachen, mußte er auch die Constitution der organischen Ver-bindungen anders auffassen, als dies 181-4 geschehen war. Schon in sei-nem »Versuch über die Theorie der chemischen Proportionen« (1819) spracher von den organischen Säuren als von Sauerstoffverbindungen zusammen-gesetzter Radicale. Von nun an suchte er die Ansicht geltend zu machen,daß die einfacheren organischen Verbindungen (die organischen Atome ersterOrdnung) Oxyde von zusammengesetzten Radicalen seien, welche aus Koh-lenstoff und Wasserstoff, oder aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Stickstoffbestehen; die einfacheren organischen Verbindungen seien anzusehen als elektro-chemisch theilbar in einen elektropositiven und in einen elektronegativen Be-standtheil, und wenn Sauerstoff darin enthalten sei, so bilde dieser wohlganz den einen näheren Bestandtheil, während alle anderen Elemente zu demanderen Bestandtheil vereinigt seien. Dieser Ansicht blieb Berzelius langetreu; sie war es, die ihn z. B. noch 1833 Alkohol und Aether als die Oxydezweier verschiedenen Radicale betrachten ließ.
So wurden also wieder die sauerstoffhaltigen organischen Substanzenähnlich wie sauerstoffhaltige unorganische Verbindungen, wie Oxyde, betrachtet.Das Streben, für organische Substanzen die rationelle Constitution dadurchausfindig zu machen, daß man sie mit analogen unorganischen Verbindun-gen verglich, führte auch endlich dahin, daß ein großer Theil der organischenChemie systematischer und verständlicher dargelegt werden konnte. Es ge-