Band 
Vierter Theil.
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Beiträge zur Geschichte der organischen Chemie.

est Spiritus viui rectiiicatissimus) , und in seiner Dissertatic» sies,m,E°nstiiu,i°n. gxi^o vitrioli vinoso (1732), er bestehe aus einem vegetabilischen Oele,etwas Saure und Wasser (8piritus viui nisiil gliucl est, gusm oleum

subtile vegetabile me3iante substantia scills salius per leriueutativummotum atteuuata, et cuin proportionsta pbie^mste counexa); die Ab-scheidung des Oels könne man dadurch bewirken, daß man das damit ver-bundene Wasser durch Schwefelsäure entziehe (vergl. unten die Ansichten überdie Constitution der Aetherarten). — Juncker behauptete in seinem Con-spectus ctieiuiae (1730), der Weingeist sei aus dem sauren, dem wässerigenund dem brennbaren Grundstoffe zusammengesetzt. — Boerhave meintein seinen Klementis cbemise (1732), der Weingeist sei ein höchst einfacherKörper; und er war selbst geneigt, ihn für das pslmlum izuis, wie er dasPrincip der Brennbarkeit nannte (vergl. Theil III, Seite 117) zu halten.3. F- Cartheuser behauptete in seinen DIementis Lb^miae (1736), nichtOel, sondern reines Phlogiston sei in dem Weingeist mit dem reinen wässe-rigen Element verbunden. Auch Macquer erklärte sich 1778 in seinemOictionnaire <Ie cbviuie für diese Ansicht; er behauptete, der Weingeist ent-halte kein fertig gebildetes Oel, wohl aber die entfernteren Bestandtheile,aus welchen sich ein ölartiger Körper bilden könne (vergl. die Ansichten überdie Entstehung und die Constitution des Aethers). Doch blieben noch meh-rere Chemiker der alteren Meinung getreu; Scheele meinte in den Schrif-ten der Stockholmer Akademie für 1782, in dem Weingeiste sei ein ölarti-ger Körper durch Phlogiston und Feuerstoff mit Wasser vereinigt, undWiegleb in seinem Handbuche der allgemeinen Chemie (1781), er enthalteein ätherisches Oel und Wasser. Früher (1772) hatte gar Westendorfin seiner Dissertatio cke optima acetnm — -— consiciensii rstione be-hauptet, aus dem reinen Weingeiste lasse sich durch wiederholte Destillationein Oel abscheiden, welches den ätherischen Pflanzenölen ähnlich sei; West-rumb widerlegte dies, aber er meinte (1785), der Weingeist könne als ver-süßte Weinsteinsäure (Weinsäureather) angesehen werden, oder er bestehe ausWeinsteinsaure, Wasser und Phlogiston.

Alle Ansichten der Art (und jeder bedeutende Chemiker der damaligenZeit hatte seine eigene, zum Theil noch sonderbarere als die angegebenen, wiedenn Göttling 1797 behauptete, der Weingeist bestehe aus Lichtstoff, Wasser-stoff, wenig Kohlenstoff und einer unvollkommenen Pflanzensäure) tratenbald zurück vor Lavoisier's Entdeckung, daß die elementaren Bestandtheile