290 Beiträge zur Geschichte der organischen Chemie.
als ob aus dem Ferment in die gährungsfähige Masse etwas einem SamenVergleichbares übergehe, in dessen Entwicklung die Gährung bestehe; ima^oiermenti imprseAnst (die gahrungsfahige) MS8SSM semine, ist der Abschnittseines Werkes überschrieben, wo er vorzüglich von der Gahrung handelt.
Spater, 1664, untersuchte W ren das bei der Gahrung sich entwickelndeGas, und fand, daß es, ähnlich dem aus Weinsteinsalz mit Saure gewon-nenen, qbsorbirbar durch Wasser ist (vergl. Theil III, Seite 180 f.). Weni-ger die Bildung eines Gases, als die Mitwirkung der atmosphärischen Luftoder eines in derselben enthaltenen Körpers berücksichtigte Mayow, welcherin seinem Tractate äe 8sl IMrn et 8piritu nitro-sereo (1669; vergl.Theil III, Seite 191 ff.) auch über den Einfluß des von ihm in der Lustangenommenen salpeterartigen Bestandtheiles auf die Gährung handelt.Seine Darstellung wird dadurch undeutlich, daß er geistige Gährung, Essig-gährung und Fäulniß in Eins zusammenwirft, und was er in einer Be-ziehung Richtiges sagt, ist oft in anderer Hinsicht irrig. So meint er, beijeder Gährung sei die Mitwirkung der atmosphärischen Luft, oder vielmehrdes Spiritus nitro-sereus aus ihr, nothwendig, und stützt diese Behaup-tung auf Beobachtungen über die Fäulniß und die Mittel, diese abzuhalten,((^usncko rerum corruptio s cslicko bumi<Io<)ue extraneis iustituitur,motus iatestinus s psrticulis nitro-sereis s6 Lere su^^estis prsecipue
eilicitur.-IIine es, guse spiritum nitro-sereum excluckunt, res s
corrvptione vinäicsnt; guse rstio est, guo<! veAetsdilium kructus, utietism esrues Iiutvra coopertse, s putreäine äiu prseserveotur.)
- Auf die Unzulässigkeit der Ansicht, das Aufbrausen der Säuren und(kohlensauren) Alkalien gehöre unter die Gährungserscheinungen, machte zuerstSylvius de le Boe in seiner Oisputstio <Ie siimentoruiu lermentstionein ventriculo (1659) aufmerksam, wo er behauptete, bei der eigentlichenGährung gehe eine Zerlegung, bei der Effervescenz der Säuren und Alka-lien aber eine Verbindung vor sich. Lkkervesceutia ex Spiritus sc!<I! etsslis lixiviosi, sliusve sudjecti cujusvis üxum sslem concluclentis, con-cursu ort» toto cselo ckikkert s kermeutstivue. Hujus nsmgue kinis estpsrtiuin rnisti s,I ksciliorem sui seAreAStionem äispositio per sslioiesrunckem vinculi Oissolutiouem; illius sutem, Spiritus scicki cum lixi-vioso ssle cosAuIstio, sliove sudjecto cancentrstio, säeogue cum ipsisconjunctio.
Die Nothwendigkeit dieser Unterscheidung sah auch N. Lemery in sei-