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Weingeist und die verschiedenen Aetherarten.
taktischen Verbindungen stützte, publicirte er in seinem Irslte e'Iementaire Ansichnnd,rAn,i-e!e (1789). Seine Erklärung ist merkwürdig, weil sie durchweg
auf Annahmen von Quantitatsverhältnissen beruht, die alle irrig sind, ohnedaß die daraus gefolgerte Ansicht in gleichem Grade irrig wäre. Der ab-solute Alkohol war damals noch nicht bekannt, für die quantitative Zusam-mensetzung des Zuckers, der Essigsäure u. s. w. wurden ganz unrichtige3ahlen angenommen. Widersprüche in der Erklärung fehlen nicht; so giebtLavoisier an, die entwickelte Kohlensäure, deren Gewicht er bestimmte,enthalte sehr viel Wasser; aber in der Berechnung findet sich dieselbe Quan-tität Kohlensäure als wasserfreie. Seine Berechnung ist, mit möglichsterVereinfachung der bis auf Grane angegebenen Verhältnisse:
95,9 Pfund (krystallistrter Rohr-) Zucker bestehen aus 26,8 6 ; 7,7 tl; 61,4 0.und sollen nach einem Versuche folgende Zersetzungsproducte ergeben haben:
57,7 Pfund Alkohol, welche bestehen aus 16,7 6; 9,6 II; 31,4 0.
35,3 Pfund Kohlensäure, welche bestehen aus 9,9 6; 25,4 0.
2,5 Pfund Essigsäure, welche bestehen aus 0,6 0; 0,2 II; 1,7 0.
(Der wahre Vorgang ist:
95,9Pfund (krystallistrter Rohr-) Zucker bestehen aus 40,4 6; 6,1 0; 49,4 0.
Und geben bei der Gährung:
51,6 Pfund Alkohol, welche bestehen aus 26,9 6 ; 6,7 H; 18,0 0.
49,4 Pfund Kohlensäure, welche bestehen aus 13,5 6; 35,9 0.)
Lavoisier meint nun, bei Vergleichung dieser Quantitäten sehe man,daß der Gehalt des Zuckers an Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff hin-reiche, allen Alkohol, alle Kohlensäure und alle Essigsäure, welche bei derGährung entstehen, zu bilden; es sei nicht nöthig anzunehmen, daß Wasserdabei zersetzt werde; man müsse denn glauben, Wasserstoff und Sauerstoffseien schon im Zucker als Wasser enthalten. (In Beziehung auf die Esstg-gährung bemerkt Lavoisier später, wo er diese Erscheinung abhandelt,richtig, hierbei trete Sauerstoff aus der Luft zu.) Nach ihm besteht dieWeingährung darin, daß der Zucker, ein Oxyd, in zwei Theile getrenntwerde; der darin enthaltene Sauerstoff verbinde sich mit einem Theile desKohlenstoffes und bilde Kohlensäure; der andere Theil des Kohlenstoffes ver-binde sich mit dem Wasserstoff, um eine brennbare Substanz, den Alkohol,
ZU erzeugen, so daß, wenn es möglich wäre, die Kohlensäure mit dem Alkohol)u verbinden, wieder Zucker entstehen müßte. Doch macht er noch einmaldarauf aufmerksam, daß der Alkohol auch Sauerstoff enthalte, und diesemSauerstoffgehalt schreibt er es zu, daß der Alkohol mit Wasser mischbar sei.