Band 
Vierter Theil.
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Weingeist und die verschiedenen Aetherarten.

Destillat bestehe aus zwei Flüssigkeiten, deren obere abgesondert und als das

oleun, vitrioli <lulce verum aufbewahrt werden soll. Es erwähnten zwar mj^st^chwefi"?

spater mehrere Chemiker dieses Präparats, z. B. Libavius in seiner AI- l»»-,.

cst/mis (1595; Spiritus vitrioli scistus vel oleum cvlcotsrinum Ogitur

cunr vini spiritu, crebro circulsnklo et sdsirolienäo ilouec in «lulce

oieu,n mutetur), Oswald Eroll in seiner Uosilica cst/mic» (1608),

Willis in seiner klisrmsceutice rstiouglis (1675; 1)uocl in spiritu vinipars sulplmreg :> spirituasu rlistincts kuerit, Iioc experimento Oirlici:

Spiritus vitrioli sVitriolsäures ocerrimi ssi/1-, Spiritus vini rectiüeati ssip ;wisce in rotortg vitres et clestills in lurno srense, ilonee liguore scpiipnn>o stomo^eneus visteturs svocsto, crasssmentum ni^rum copiosum'n iunclo remsueot; Spiritus luc cspiti mortuo reoklunilstur et cluslms^ol tribus colioOiis clestillstio repetotur; äemum bghebis «luos clistinctosliguores immiscibiles, viilelicet unuin sci6o-spirituosum inserius su6-^6entem, et nlterum liinpiciissinie oleosum, supernstsnten,, <pii procul<iuhig vini psrs sulpliureo pur» putsgue est, seporsts et per se insnens,

^un» psrs spirituosa ssli »cisto connubit; am Rande wird die ölartigesmit Wasser nicht mischbares Flüssigkeit als sulpliur sive oleum vini be-zeichnet) u. A.; aber bald verlor sich die Kenntniß desselben fast gänzlich, sobaß Stahl in seiner Dissertstio cle elo^üs vitrioli (1716) meinte, es könnesteh gewiß Niemand rühmen, ein süßes Oel aus Vitriolsäure darzustellen,n>vniit sich doch Pacacelsus so sehr gcbrüstet habe. Wenig trug auch zurchemischen Kenntniß des Aethers die Verbreitung seiner Mischung mitWein-geist hei (ein »Unterricht vom Gebrauch des Lslssmi ligunli und liguoris»Nost^ni minerslis« erschien schon 1706), die zuerst ein -Haller ApothekerMari meyer unter dem letzteren der eben angeführten Namen oder als^snsces vitrioli verkaufte, und welche auf Fr. Doffmann's Empfeh-lung und unter seinem Namen (liguor snocl^nus Iloklmsnni oder Hoss-wann'sche Tropfen) viel gebraucht wurde. Die Bereitung dieser Arznei bliebnämlich längere Zeit Geheimniß; wenig beachtet wurde die Vorschrift, welcheA. F. Pezoldt 1719 in den Ephemeriden der deutschen Naturforscher fürbie Darstellung des Spiritus vitrioli »ntepileptici ksrscelsi et peculisris^ulpimris vitrioli snocl)mi gnb. Paracelsus' oben angegebene Vorschriftführte dieser so aus: Man solle calcinirten Vitriol mit Weingeist tränken,und dann destilliren, zuerst gehe der Weingeist, dann die Schwefelsäureüber; es verbreite sich dabei ein schwefliger Geruch; das Destillat solle man