Band 
Vierter Theil.
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Beiträge zur Geschichte der organischen Chemie.

Darstellung des Morv eau in seinen LIemens (le ciivmie (1778) behauptet, bei der Destil-

Aelhrrs mittelst ^

"stanzen ° lation von Phosphorsaure mit Weingeist werde ein Theil der ersteren nnt-

Schwefelsaure. Der Apotheker Boudet zu Paris gab 1800 an, das bei der

Erhitzung von Phosphorsaure und Weingeist spater übergehende Destillat lieferebei der Rectification eine Flüssigkeit, welche sich nicht vollständig mit Wassermische und ein wahrer Aether sei. Ueberzeugender bewies Boullay 1807,daß sich ein Acther bildet, wenn man Weingeist allmälig zu erhitzter Phos-phorsaure treten laßt; er glaubte, unter allen Aetherarten komme der sodargestellte dem Schwefeläther am nächsten, und Fourcroy und Vau-quelin, welche von dem Pariser Institute zur Berichterstattung über diesenGegenstand aufgefordert worden waren, erkannten Boullay's Phosphor-äther und den Schwefeläther als identisch. 1811 entdeckte Boullay dieDarstellung des Aethers mittelst Arseniksäure, die mittelst FluorborongasDesfosses 1821, nachdem schon Gay-Lussac und The'nard in ihrenkedierclies pb^sico - ciüuiignes (1811) die Möglichkeit dieser Bildung beider Erkenntniß, daß das Fluorborongas in Berührung mit organischen Ma-terien Wasserstoff und Sauerstoff aus diesen zu Wasser zusammentreten lasse,vorausgesagt hatten. Die Umwandlung des Alkohols in Aether durch Ehlor-zink entdeckte Massen 1838.

Ehe wir über die früheren Ansichten hinsichtlich der Entstehung undder Eonstikution des Aethers berichten können, müssen wir noch die Be-kanntwerdung einiger anderen Aetherarten betrachten. Früher betrachteteman alle Aether, aus welcher Säure mit Alkohol sie auch dargestellt seinmochten, als analoge Körper; wir müssen deshalb die Ansichten über deneigentlichen Aether und über die zusammengesetzten Aetherarten in dem Fol-genden in Einem Zusammenhange besprechen.

S»ip,i<rüti),r. Als den ersten Entdecker des Salpeteräthers findet man häufig Ray-mund Lull genannt, und zum Beweise wird sich auf eine Stelle in seinenKxperlmentis bezogen, wo er die Vorschrift giebt, gleiche Gewichtstheilecalcinirten Vitriol, Salpeter und entwässerten Alaun mit halb so viel calci-nirtem Weinstein und Zinnober zu mischen, und mit Weinstein zu destilli-ren; bei dem Destilliren soll erst schwache, dann allmälig immer stärkereHitze gegeben werden; das Destillat soll noch einmal über dieselben festenSubstanzen abgezogen, und dies Verfahren einigemal wiederholt werden.